Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für den 19.05.2012

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.

5.Mose 7,9

Dass einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? Das sei ferne!

Römer 3,3-4

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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Sonntag Kantate 2011

Lödderitzer Festscheune wird zur Kirche

Von Thomas Linßner

Ein Pfarrbereichs- und Regionalgottesdienst fand Sonntagnachmittag in der Biosphärengemeinde an einem ungewöhnlichen Ort statt. Weil es in Lödderitz keine Kirche gibt, lud Pfarrer Rödiger in die Festscheune ein.

Weil der gemeinsame Pfarrbereich Aken und Groß Rosenburg eine so große Ausdehnung hat, hatte man den Gemeindemitgliedern eine gemeinsame Veranstaltung angeboten. In lockerer Folge sollen in nächster Zeit Gottesdienste für den ganzen Pfarrbereich in ähnlicher Weise stattfinden.

Weil Lödderitz zu den wenigen Orten zählt, die keine Kirche haben, wurde die Festscheune an der Lache genutzt.

Pfarrer Ulf Rödiger, Musiker und Chor standen da, wo zum Weihnachtsmarkt der DJ auflegt oder sich nach der Herbstjagd die Jagdhornbläser postieren. Zwischen alten Wagenrädern und bäuerlichem Gerät, einer Erntekrone und Jagdtrophäen wurde Gottes Wort verkündet. Im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen. Ein kirchlicher Nachmittag jedenfalls, der den vielen Besuchern gefiel.

Jagdhornbläser üben in der Scheune

Als vor zehn Jahren Max Naunappers alte Scheune vom Strohlager zur Feststätte umgebaut wurde, war man in der Biosphärengemeinde zurecht stolz. Endlich gab es einen Ort, an dem man bei Vereinsfesten oder Familienfeiern nicht befürchten musste, dass der Platz nicht ausreicht. Seitdem üben die Jagdhornbläser darin, treffen sich die Senioren-Frauen zum Kaffeenachmittag, finden Vereinsversammlungen in der Festscheune statt. Und am Sonntag wurde eben ein Gottesdienst ausgerichtet.

Als die Scheune zu dem gemacht wurde, was sie heute ist, gab es noch zahlreiche AB-Maßnahmen, die mit so genannten Sachkosten gesegnet waren. Soll heißen: Nicht nur Arbeitskräfte waren vorhanden, sondern auch Finanzausstattung für Material.

Die Scheune wurde ein Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs erbaut. Der Mittelbauer Max Naunapper, der wie viele seiner Kollegen in Lödderitz rund 20 Hektar bewirtschaftete, nutzte sie zur Einlagerung verschiedener landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Besitzer wollte keinen Dorfkonsum

In den 1960er Jahren bestand der Plan, sie zum Dorfkonsum umzubauen. Doch der Besitzer wehrte sich beharrlich dagegen.

Lödderitz und sein Ortsteil Rajoch sind die einzigen Ortsteile in der Einheitsgemeinde Barby, die keine Kirche haben. In derVergangenheit gab es allerdings Bestrebungen, ein Gotteshaus zu errichten. Sogar den Platz hatte man dafür bereit gehalten. Der so genannte Kirchenfleck lag direkt neben der Schule, den die Familie Meinecke über lange Zeit als Hausgarten nutzte.

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Einholung der Michelner Glocke

Nachdem die Michelner am 31.Oktober 2010 ihren neuen Glockenstuhl und eine hochmoderne Glockenläuteanlage einweihen konnten, gab es am 19. Juni 2011 mit der Einholung und Einweihung einer neuen kleinen Glocke einen weiteren Grund zu großer Freude. Diese Glocke wurde am 25. März 2011 in Passau gegossen. Sie hat ein Gewicht von ca. 480 kg und einen Durchmesser von ca. 900 mm.

Die Inschrift der Glocke lautet: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. Röm.12.12“ Außerdem ist das Siegel der Glockenfirma aufgebracht, sowie die Ortsangabe „Micheln 2011.“

Nachdem von den 1942 für den Krieg abgegebenen Glocken nur eine zurückkehrte, hat die Kirchengemeinde nun also nach 69 Jahren die Aussicht recht bald wieder zwei Glocken läuten zu können. Diesen glücklichen Umstand verdankt die Kirchengemeinde einem deutschstämmigen Spender aus Amerika. Allerdings gibt dieser Spender Kirchengemeinden immer nur einen Teil eines Projektes, weil er damit die Gemeinden anspornen will, sich selbst ganz aktiv um ihre Gebäude, mehr aber noch, um ihr Gemeindeleben zu bekümmern. Für die Michelner heißt das, dass wir nach der Einweihung der Glocke nun vor zwei großen Aufgaben stehen. Die Glocke kosten sparend nach oben in die Glockenstube befördern und das Geld für Joch, Klöppel und zweite Läuteanlage zusammen zu bringen.

Für das erste Vorhaben gibt es bereits Ideen der findigen Michelner. Bis zum ersten Erklingen der Glocke fehlen dann noch rund 3.000 Euro, die wir in den kommenden Wochen und Monaten über Spenden einwerben wollen.       

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