Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für den 19.05.2012

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.

5.Mose 7,9

Dass einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? Das sei ferne!

Römer 3,3-4

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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Sommerfest am 20. Juni 2010

„So muss ein Festmahl sein. Jeder bringt etwas ein. Jeder nimmt etwas mit. Ein Törtchen, ein Wörtchen, ein Lied.“

Diese Liedzeile von Gerhard Schöne trifft das Anliegen des Sommerfestes im Kirchhof von Groß Rosenburg. Pünktlich zum Sommeranfang waren die Bewohner von Rosenburg und den umliegenden Ortschaften eingeladen, einen abwechslungsreichen Nachmittag zu erleben.

Jeder bringt etwas ein ... ein Törtchen: Bei selbstgebackenem Kuchen, duftendem Kaffee und leckerem Eis konnte es sich jeder so richtig gut gehen lassen.

... ein Wörtchen: Die freudigen Worte von Pastorin Eva-Maria Wassersleben bei der Begrüßung und Andacht, die Vorführung einer Bördehochzeit, die Erklärungen zur Geschichte und den sehenswerten Stücken der Kirche und nicht zuletzt die vielen Gespräche untereinander zeigten: es lohnt sich, unter Menschen zu sein.

... ein Lied: Das gemeinsame Musizieren der Kinder aus unseren beiden Pfarrbereichen, die Lieder des Chores der Kirchengemeinde, die Akkordeonmusik zur Unterhaltung beim Kaffeetrinken und die klassische Musikaufführung das Wittenberger Ensemble „Capella Wittenbergensis“ begeisterten alle – Gäste und Mitwirkende.

Da der Kirchengarten genug Platz bietet, gab es viel Raum und Möglichkeiten zum Spielen und Herumtollen für die Kinder.

Es ist erstaunlich, wie viel Erlebnis in ein paar Stunden hinein passen. Es ist möglich. Nicht zuletzt durch die tatkräftige Hilfe vor, während und nach dem Fest. Jeden aufzuzählen ist unmöglich. Ein Dankeschön geht an alle, die in irgend einer Weise zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben. Doch, ein Adressat kann genannt werden: der „Wettergott“ vertrieb angekündigte Regenwolken und ließ von Stunde zu Stunde mehr Sonnenstrahlen durch die Bäume scheinen.

 

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Festlicher Gottesdienst am 28.11.2010

Groß Rosenburger Pastorin aus dem aktiven Dienst verabschiedet

 Pfarrerin Wassersleben im „Unruhestand“

  Von Thomas Linßner

Die Groß Rosenburger Pfarrerin Eva Maria Wassersleben wurde am Sonntag feierlich aus dem aktiven Dienst entlassen. Viele Menschen waren zu diesem besonderen Gottesdienst des Kirchspiels Elbe-Saale-Winkel gekommen.  

Groß Rosenburg. Besonders deswegen, weil man so ein musikalisches Programm nicht alle Tage in einem Gotteshaus hört. Neben Sebastian Wendts Orgelspiel und dem Gesang des Kirchenchors bestimmte das Stadtblasorchester Köthen mit geistlichen wie auch weltlichen Titeln den Ablauf. Da hörte man „Nun freut Euch ihr Christen“ ebenso wie die Filmmusik „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Little Drummer Boy“. „Das entspricht der Auffassung meiner Frau von lebendiger Kirche“, hatte ihr Nachfolger und Ehemann Ulf Rödiger bereits im   Vorfeld angekündigt. So wippten schon mal fröhlich die Schuhe zwischen Predigt und Gebet in der kalten Kirche.

Die zierliche Pastorin war gut zehn Jahre in Groß Rosenburg und den umliegenden Dörfern als Seelsorgerin unterwegs. „Meine Predigt dauert heute sieben Minuten. Ausnahmesweise einmal länger als sonst“, schickte Wassersleben voraus.

   „Nicht dass wir Herren werden über euren Glauben. Wir sind Gehilfen eurer Freude und ihr meiner Freude“, machte die 63-Jährigen mit einem Paulus-Zitat deutlich, wie das Verhält   nis zwischen Pfarrer, Gemeinde und Gemeindekirchenrat sein soll und wie sie es auch in Rosenburg empfunden habe. „Schöner kann man diesen Beruf und das gegenseitige Geben und Nehmen kaum beschreiben“, schloss Eva Maria Wassersleben daraus. Als sie vor zehn Jahren kam, habe sie sich „erwünscht und aufgenommen gefühlt“. „Obwohl ja manche behaupten, man wäre nach 40 Jahren noch kein Rosenburger“, fügte sie augenzwinkernd an.

Sie sei froh, als Ruheständlerin, „für die es bestimmt nicht zu ruhig wird“ in Groß Rosenburg zu bleiben. „Ich hatte zuvor noch keinen Gemeindekirchenrat, bei dem eine so freundliche Atmosphäre herrscht“, gestand die gebürtige Thüringerin, die 1976 ordiniert wurde.

Superintendent Michael Wegner sieht in ihr eine Pfarrerin, „die sich mit Entschlossenheit, der Ungerechtigkeit und dem Verfall der Welt entgegen   stemmt“. (Zu ihren Aufgaben zählten in den vergangenen zehn Jahren die Grundsanierung zweier Kirchen.) Wegener würdigte ihren „wachen Geist und die rückhaltlose Einsatzbereitschaft und Entschlossenheit.“ „Ich wünsche Ihnen viele neue Erfahrungen in einem Lebensabschnitt, in dem ich mir Sie nicht wirklich vorstellen kann“, schloss der Superintendent mit Blick auf das agile Wirken der Pastorin. Ihr Nachfolger wird Pfarrer Ulf Rödiger, der bis jetzt in Aken und Umgebung tätig war und nun neun Orte zu betreuen hat.

Die Kollekte wird für die Sanierung der 115 Jahre alten Groß Rosenburger Rühlmann-Orgel verwendet.

Nach dem Gottesdienst nahm Eva Maria Wassersleben noch viele persönlichen Wünsche im Haus der Karnevalsvereins entgegen. Zu den Gästen zählte auch ihr Amtsvorgänger Superintendent Michael Kleemann, der heute in Stendal tätig ist.  

 

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Pfarrerin Eva Maria Wassersleben predigte am Sonntag mit sieben Minuten „ausnahmsweise mal länger“. Der Grund: Es war ihr Abschiedsgottesdienst.


Ungewöhnliches Bild: Das Stadtblasorchester Köthen umrahmte den Gottesdienst musikalisch.