Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für den 19.05.2012

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.

5.Mose 7,9

Dass einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? Das sei ferne!

Römer 3,3-4

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September 2010 - Orgelkonzert Aken

Romantisches Konzert in der Nikolaikirche / Wieland Meinhold aus Weimar:

  „Die Orgel hat mich verzaubert“

  Von Tilman Treue

     Wundervolle Klänge entlockte der Weimarer Universitätsorganist Wieland Meinhold am Montag Abend der alten Röver-Orgel in der Akener Stadtkirche. Das Konzert wurde vom Gemeindeverbund Aken/Groß Rosenburg organisiert.  

   Aken. Draußen vor der Kirche wurde es langsam dunkel, doch im Hauptschiff der Nikolaikirche sorgten unzählige Kerzen für eine wunderbar warme Stimmung. In diese Atmosphäre hinein bot Wieland Meinhold aus Weimar ein exzellentes Konzert romantischer Orgelmusik aus ganz Europa.

   Den Anfang machten Stücke   aus Skandinavien, die auf der Orgel interpretiert sehr eindrücklich das Lebensgefühl der fünf nordischen Länder einfingen. So fühlten die Zuhörer, die sich der Stimmung in der Kirche wohl kaum entziehen konnten, förmlich den großen Schwermut der langen Winternächte, der in der „Elegie“ des Schweden Gustav Hägg mitschwang. Völlig anders hingegen war Meinholds kraftvolle Improvisation über ein altes Volkslied aus Island. Nicht nur hier merkte man: Der Universitätsorganist lebt und erlebt sein Instrument, verlangt einiges von der Orgel, aber weiß sehr genau, wie er sie einsetzen kann.

   „Die Orgel kann zaubern“, hatte er im Vorfeld sechs inter   essierten Klassen der Akener Schulen erzählt. Aufmerksam lauschten die Schüler den ansprechenden Ausführungen des Organisten und erfuhren, wie vielseitig die „Königin der Instrumente“ klingt. Später am Abend, bei Kerzenschein hatte man jedoch eher das Gefühl, dass die Orgel ihren Spieler verzaubert hatte, was der Weimaraner auch unverblümt zugab.

   Vom Stress abschalten

   „Ich habe heute hier den Stress der vergangenen Tage vergessen können“, schwärmte Meinhold, denn Aken war die letzte Station seiner kurzen Konzertreise. Das Programm für den Abend hatte er übri   gens eigens für die pneumatische Röver-Orgel ausgesucht. „Ihre Orgel hat so viel Charme. Seien sie froh, dass sie solch einen Schatz hier haben“, betonte er in seiner originellen und interessanten Einleitung in das Konzert.

   Den Charme, den das große Instrument verbreiten kann, spürten die Zuhörer vor allem, als die musikalische Reise durch das Europa der Romantik weiter nach Frankreich ging. Die „Méditation“ des blinden Komponisten Gabriel Dupont lud zum Träumen ein, und konnte ihre Herkunft nicht verleugnen. Gleiches galt auch für die Improvisation des Organisten über ein altes französisches Thema, das mit seiner eigentümlichen Leichtigkeit an das in Paris so verbreite Akkordeon erinnerte. In eine völlig andere Stimmung kam das Publikum schließlich mit dem lieblichen „Abendsegen“ aus Humperdincks Kinderoper „Hänsel und Gretel“. Es war   einfach erstaunlich, wie wunderbar sanft das riesige Instrument klingen kann.

   Den Schluss des gelungenen Programms, das mit der heimlichen Nationalhymne der Finnen, der „Finnlandia“, begonnen hatte, bildete eine weitere inoffizielle Hymne. Der „Pomp-March“ von Sir Edward Elgar ist den meisten besser in der Textfassung bekannt: „Land of Hope and Glory.“

   Das nächste Konzert in der Nikolaikirche findet am Sonnabend, dem 2. Oktober, um 19.30 Uhr statt. Dann gastiert der Liedermacher Clemens Bittlinger in Aken, der vielen durch sein Kinderlied „Aufstehn, aufeinander zugehn“ bekannt ist. Karten dafür gibt es ab sofort in den Pfarrämtern in Aken und Groß Rosenburg.

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