Auf Sand gebaut?

(15.08.2017) — Holger Holtz

Gedanken von Yvonne Hannen, Gemeindepädagogin. Es ist Sommerzeit. Wann haben Sie zuletzt eine Sandburg gebaut oder über eine am Meer gestaunt? Da gibt es die kreativsten Bauwerke. Der Stolz und die Mühe der Erbauer ist oft zu sehen, doch schon einen Tag später sind nur noch Reste und Ruinen zu sehen.

Das schöne Bauwerk ist kurze Zeit später abgetragen und weggespült. Gebaut für kurze Zeit ohne Halt, Wind und Wasser ausgesetzt. Unsere Häuser dagegen sollen langlebig sein und werden deshalb mit einem guten Fundament versehen. Wissen, Erfahrungen und Vertrauen zum Können der Fachleute sind gefordert, um eben keine Sandburgen zu bauen. Würden diese erstmal stehen, wären Verlust und Unglück die Folge.

Und worauf bauen sie im Leben? Was hält und trägt, wenn Lebensumstände ins Rutschen kommen?

In der Bibel erzählt Jesus von zwei Bauherren. Der eine setzt auf Sand und der andere auf Fels. Sicherlich sind beide von ihrem Tun überzeugt, doch als Regen und Sturm kommen, bleibt nur das Haus mit dem guten Fundament erhalten. Der, der auf Fels baut, der hat es richtig gemacht.

Was trägt uns in stürmischen und schwierigen Zeiten? Arbeit, geplante Sicherheiten, erzielte Erfolge, Familie oder Gesundheit? Alles hohes Gut! Wenn eines davon fehlt stürmt es.
Jesus meint etwas tiefer gehendes. Er redet vom Trost und Halt, in tiefster Bedrängnis, durch die Verbindung zum himmlischen Vater. Mit Gott reden, still werden, hören und sich deshalb gehalten fühlen. In mancher Schreckenssituation geschieht das automatisch ohne großes Nachdenken unsererseits. Da wird Gott angerufen.

Das Gleichnis ist eingebettet in wichtige Worte Jesu. Man nennt sie die Bergpredigt. Er erzählt vom gelingendem Leben durch gelebte Liebe zum Nächsten, von der Vergebung, vom Anteilnehmen und vom Gebet zum Schöpfer, der seine Menschheit liebt. Halt durch Liebe, Vergebung und Zuwendung - existenziell und lebenserhaltend. Immer wieder haben Menschen durch Gottes Wort und im Vertrauen auf ihn, ein Fundament in ihrem Leben gefunden. Da gibt es die, die durch Handeln in der Welt für viele andere Menschen Fundamente wurden, wie Mutter Theresa oder Albert Schweitzer und die, die im Kleinen, durch ihren Glauben an Gott, wirkten und wirken.

Neugierig geworden. Dann lesen Sie doch einmal im Matthäusevangelium der Bibel in den Kapiteln 5-7.

Eine gesegnete Zeit.
Yvonne Hannen

 


 

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Losung & Lehrtext

19.11.2017
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände. So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
5.Mose 2,7 1.Korinther 3,7

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