Nicht zu beseitigen!?

(05.09.2017) — Holger Holtz

Gedanken von Jürgen Groth, Ehrenamtsreferent im Kirchenkreis Egeln. Kein Film kommt ohne aus. Ein Großteil täglicher Nachrichten entspringt ihm. Oftmals sind wir ein Teil von ihm. Verhindern können - oder wollen? - wir es oft nicht: das Böse.

Die Sehnsucht der Menschen nach dem Guten ist ungebrochen. Wir möchten, dass es gerecht zugeht. Freundliche Worte, Blicke oder Gesten erleichtern das Leben. Treue ist mit nichts zu bezahlen. Ehrlicher, die Wahrheit liebender Umgang tut allen gut. Glücklich und sicher wollen wir leben.

Es muss doch möglich sein, das Böse zu hindern und das Gute zu fördern? An Versuchen mangelt es bis heute nicht. Gott sei Dank! Sie haben viel Gutes bewirkt. Doch so mancher Versuch verkehrte sich ins Gegenteil. Von einem Zurückdrängen des Bösen in unserer Welt sind wir weit entfernt. Nicht immer können wir sauber zwischen Gut und Böse entscheiden. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, genügt nicht nur der Blick auf »die Anderen« und die Verhältnisse. »Wenn es einfach nur böse Menschen gäbe, die irgendwo hinterhältig böse Taten vollbringen und es genügte, sie von uns anderen zu trennen! Doch die Trennlinie zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch das Herz eines jeden menschlichen Wesens.« (Alexander Solschenizyn)

Diese Erfahrung formulierte der Apostel Paulus vor knapp 2.000 Jahren so: »Der Wille zum Guten ist bei mir zwar durchaus vorhanden, aber nicht die Fähigkeit dazu. Ich tue nicht das, was ich eigentlich will - das Gute. Sondern das Böse, das ich nicht will - das tue ich... Ich unglücklicher Mensch! Mein ganzes Dasein ist dem Tod verfallen. Wer wird mich davor bewahren?« (Bibel, aus dem Brief an die Christen in Rom, Kapitel 7)

Niederschmetternde Worte. Der Blick auf die vielen bösen Verhältnisse damals und heute, sowie die spürbare Trennlinie von Gut und Böse in uns selbst, lassen nichts Gutes ahnen. Wo um alles in der Welt und dem Universum bleibt Gott, wenn es ihn gibt?

Paulus machte die Entdeckung seines Lebens. Er entdeckte Gottes gute Lösung. In dem bereits zitierten Brief an die Christen in Rom schreibt er anschließend: »Dank sei Gott! Er hat es getan durch Jesus Christus, unseren Herrn!«

Das Böse, das in letzter Konsequenz Todbringende, ist mit dem Sterben und der Auferstehung von Jesu Christus entmachtet. Das feiern Christen jedes Jahr zu Karfreitag und Ostern.
In der Lebensgemeinschaft mit Jesus vertraue ich darauf, dass das Gute sich durchsetzen wird, auch wenn es oftmals anders aussieht. Das gibt mir täglich Mut, den Tag hoffnungsvoll zu beginnen und zu gestalten.

Jürgen Groth,
Referent für Ehrenamtsarbeit

 


 

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21.09.2017
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf. Mein Gott wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.
Psalm 127,2 Philipper 4,19

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