Ampfurth

Pfarrerin Helga Pötzsch

Eilslebener Str. 16
39365 Ummendorf

 

Christuskirche Ampfurth
Das ehemalige Schloss in Ampfurth war seit 1381 im Besitz der Herren von der Asseburg. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Schlosskomplex unter Einbeziehung der ursprünglichen Burganlage errichtet. In diesem Zuge entstand um 1560 anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus eine im Stil spätester Gotik gebaute Bruchsteinkirche mit rechteckigem Schiff und eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor. 1608 wurde die Kirche unter Christoph von der Asseburg umgebaut. Aus dieser Zeit stammt der Laubengang am Chor, eine für unsere Gegend einzigartige Anlage, die an slavische Bauelemente erinnert. Das breit überstehende Chordach wird dabei von freistehenden, hölzernen Rundpfosten mit hohen Basen und Kapitellen getragen. Chor und Schiff haben Vorhangbogenfenster. Von den zwei steilspitzbogigen, reich profilierten Portalen im Süden und im Norden wird das Nördliche durch den Ende des 17. Jhd. angebauten Turm verdeckt. Der Südanbau war ursprünglich im Innern zum Schiff hin geöffnet. Jetzt dient er als Winterkirche. Der Nordanbau unter dem sich ebenso wie unter dem südlichen Anbau und auch unter dem Kirchenschiff eine Gruft befindet, wurde 2001 saniert und 2003 zu einem Gemeinderaum ausgebaut. Im Inneren beeindruckt ein kleeblattförmig gebrochenes, mit Weintrauben geschmücktes und 1670 gleichmäßig über den Chor und das Schiff gezogenes Holzgewölbe. Auf der West- und Nordseite gibt es zweigeschossige doppelte Emporen. Die niedrige umlaufende Holzempore zwischen der Mauerkrone und dem Gewölbe im Chor war über das so genannte "Butterfass" an der Choraußenseite zu erreichen. Sie war für das Gesinde bestimmt. Zu den bemerkenswerten Ausstattungsstücken zählt neben den großen Epitaphen der Altaraufsatz mit geschnitzter Rahmung. Die Gemälde sind wie in einem mittelalterlichen Flügelretabel angeordnet. Das Abendmahlsgemälde in der Mitte von 1575 wird Adam Offinger zugeschrieben. Predellengemälde mit drei Szenen aus der Weihnachtsgeschichte stammt aus der gleichen Zeit, die Kreuzigungs- und Auferstehungsdarstellungen in den Seitenteilen sind im 30 jähr. Krieg abhanden gekommen und wurden später nachgearbeitet. Die hölzerne Kanzel stammt aus dem Jahr 1671 und der Taufstein mit gedrehtem Schaft wurde wahrscheinlich 1570 gestiftet. Zu nennen ist noch ein gesticktes Kaselkreuz mit Kreuzigungsdarstellung, das aus der Zeit um 1450 stammen soll. Außerdem gibt es ein sehr restaurierungsbedürftiges Bild des 1. evangelischen Hofpredigers Timotheus Kirchner. Bemerkenswert sind die Grabmäler der Familie von Asseburg. An der Nordseite sind zwei im Aufbau ähnliche aufwendige Epitaphen aus Alabaster, Sandstein und Marmor. Das Rechte zeigt Heinrich von der Asseburg ( 1532-1573). Das Linke ist Asche von Asseburg ( 1548- 1580) gewidmet. Es wurde 2001 restauriert. Die vollplastischen Figuren der Verstorbenen knien auf einem Podest vor einem Betpult. Dahinter ist ein architektonisch reich gegliederter dreiteiliger Aufbau mit Reliefdarstellung der Wappen, Putten und reicher Renaissanceornamentik zu sehen. Auf der Südseite befindet sich ein Gemälde auf Holz, es ist das Epitaph der Gertrud von Veltheim (+ 1574) mit einem Kreuzigungsgemälde von Adam Offinger von 1578. Daneben ist ein weiteres Epitaph für Hartwig von der Werder (+ 1567). Dieses Epitaph zeigt eine stehende Ritterfigur in kräftigem Relief. Daneben befindet sich ein kleineres Epitaph für seine Witwe Anna von Alvensleben ( + 1571). Am Chor außen gibt es zwei Grabsteine des Ehepaars Valentin und Sabina Hortleder, geb. Dobenecker (+ 1591 und + 1588). Die Enkeltochter der Hortleders heiratete Paul Gerhardt, einen der bekanntesten Kirchenliederdichter.

 

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27.03.2017
Der HERR wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Jesus streckte die Hand aus und ergriff Petrus und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Psalm 121,3 Matthäus 14,31

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