Kirchengeschichte

Pfarrer Johannes Heinrich

Pfarramt Oschersleben
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39387 Oschersleben

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Geschichte der St.-Nicolai-Kirche


1150
Die Romanische Kirche wird im Zentrum der Stadt erbaut.
1219 Erhebung zur selbständigen Pfarrkirche und erstmalige Erwähnung "ecclesia forensium" (lat. öffentliche Kirche)
1444 Der Altarraum ist bereits baufällig, lat. "ruinosus". Als langgestreckter gotischer hoher Chor erneuert
1448 Einweihung des neuen Altarraumes.
1659 Schlimmster Brand der Stadtgeschichte. Von 270 Häusern wurden 206 zerstört. Darunter Kirche, Schule und Pfarrhaus.
1850 Erste Schäden am Mauerwerk. Pläne für Um-oder Neubau werden prinzipiell erwogen, da die Gemeinde auch immer stärker anwuchs.
1874 Schäden werden immer größer, die Empore musste deswegen abgetragen werden.
1876 Kreisbaumeister Nünnecke prüfte Alternativen zum Neubau.
1881 Nach Plänen des kgl. Regierungsbaumeisters Saran wird das Kirchenschiff als große neugotische Hallenkirche gebaut. 1500 Plätze können geboten werden. Die Türme behalten ihre alte Form. Am 22. Dezember wird der Neubau feierlich eingeweiht.
1940 Die große Glocke (fast 5t schwer) muss für Kriegszwecke abgeliefert werden.
1944 Das Kirchendach, die farbigen Fenster und die Innenstadt Oscherslebens erleiden große Schäden durch den Luftangriff vom 20. Februar. Die Nässe hinterließ, noch ehe das Dach geschlossen werden konnte, Schäden im Mauerwerk.
1950 Nach und nach wird die Notverglasung durch Bleiglasfenster ersetzt.
1969 Schwerer Sturmschaden! Nur der abgedeckte Streifen hinter den Türmen kann neu gedeckt werden. Alle Anträge auf Generalreparatur werden bis 1981 abgelehnt. Dach und Mauerwerk des Kirchenschiffes leiden durch die Nässe immer mehr.
1973 Neudeckung der Turmhelme.
1976 Die Marktkirche wird unbenutzbar. Da ihre Rettung unmöglich erscheint, wird sie mit Zustimmung der Kirchenleitung aufgegeben. Alle Versuche, einen neuen Träger zu finden, scheitern.
1981
Der neue Bürgermeister Karl-Heinz Skrypczak setzt sich für die Dachdeckung ein, und die Genehmigung wird erteilt. Der Gemeindekirchenrat beweist Mut und hebt  den Beschluss von 1976 auf.
1982 Unter der energischen Führung von Superintendent Günter Henning beginnt der Kampf um die Rettung von St. Nicolai. Ehrenamtliche Helfer, Spenden und Arbeitseinsätze halfen dabei sehr.
1982/1984 Neudeckung des Daches in zwei Abschnitten. 1983 konnten keine Ziegel geliefert werden.
1987 In der "Baustelle Kirche" konnte nach Jahren am 20. September wieder ein Gottesdienst gefeiert werden.
1985/1987 Reparatur des Fenstermaßwerkes. Die sämtlich zerstörten unteren Fenster werden erneuert, die oberen Fenster neu verglast und erhalten Schutzgitter.
1990/1993 Erneuerung der Elektroanlage. Vorbereitung auf die Turmsanierung.
1993 Seit dem Sommerhalbjahr ist es wieder möglich, regelmäßige Gottesdienste und Konzerte in der St. Nicolai Kirche zu präsentieren.
1994 Festakt der Stadt Oschersleben zur 1000-Jahrfeier.
1991/1995 Grundhafte Sanierung der Türme. Ein neuer, eichener, Glockenstuhl wird errichtet und eine moderne Läuteanlage installiert.
1995 Stiftung einer neuen Turmuhr durch die Kreissparkasse und den Oscherslebener Händlerbund.
1997 Schwammbekämpfung und Erneuerung des Fußbodens im nördlichen Querschiff. Die Glocke kann nach dreijährigem Schweigen wieder geläutet werden.
1998 Restaurierung sämtlicher Türen.
1999 Stiftung der 2. Wetterfahne durch den Lions - Club Oschersleben.
2004 Durchführung der gründlichen Sanierung des Dachstuhls und die Neudeckung der Kirchendächer. Die Stadt stellte dafür 51000 € zur Verfügung.
2006 Die Innensanierung beginnt: Erneuerung von Putz und Stuck im Altarraum, den Querschiffen und unter den Emporen. Am 10. September feierliche Einweihung und 125-jähriges Kirchweihfest.
2007 Nach den Entwürfen des Glasgestalters Günter Grohs stiften die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Stiftung der Bördesparkasse drei farbige Fenster für den Chorraum. Am 29. November 2007 fertiggestellt, werden sie zu Ostern 2008 durch Bischof Axel Noack feierlich eingeweiht.
2009 Zweiter Abschnitt der Innenputzsanierung. Schäden im Kirchenschiff wurden beseitigt. Diese Maßnahme wurde vollständig aus Spenden an Kirchengemeinde und Förderverein finanziert.
2010/2011 Übergabe von 13 Kirchenbänken, die in der Tischlerei der MCH-Stiftung gebaut und durch den Förderverein finanziert worden sind.
2013 Erneuerung der gesamten Beleuchtungsanlage, mit Übernahme der Material-kosten durch den Förderverein und der ehrenamtlichen Installation durch Rainer Bückner und Manfred Grabbe.
 

Altarraum


In der alten St. Nicolai-Kirche, die 1880 wiedererbaut wurde, waren viele verdiente Bürger Oscherslebens (Bürgermeister, Amtsleute, Ratsherren) im Kirchenschiff bestattet worden. Davon zeugten damals Grabplatte an Grabplatte, die den Fußboden des Kirchenschiffes bedeckten.
Auch im Altarraum, es war damals ein langgestreckter hoher Chor (viel schmaler und langgestreckter als heute), lagen vornehmlich die Grabplatten der dort bestatteten Pastoren und besonderer, um die Kirche verdienter, Bürger. So z. B. der Amtsmann Henricus Schade, der 1661 den neuen Altar stiftete: er wurde 1663 in der Nähe des Altars bestattet. Opferprediger Samuel Gelhut liegt dort ebenfalls. Er kam 1660 nach Oschersleben, ein Jahr nach der großen Brandkatastrophe, und hat den Wiederaufbau unserer Kirche energisch vorangetrieben. Unter ihm wurde auch das Pfarrhaus neu erbaut. Dort weist eine Inschrift auf Pfarrer Gelhut und die Kirchväter Christian Ihlenburck und Adolph Köllen hin.
Die Gebeine aller dort Bestatteten ruhen immer noch in der Kirche. Die alten Grabplatten wurden allerdings beim Neubau entfernt. Das Epitaph von Samuel Gelhut blieb erhalten und wurde stehts in Ehren gehalten, wie man auch heute an seiner Erhaltung sehen kann. 
 
 

 

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