Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für den 19.05.2012

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.

5.Mose 7,9

Dass einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? Das sei ferne!

Römer 3,3-4

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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Oschersleben

Geschrieben am 13.09.2010 von Denise Nestler

Die Gemeinde Oschersleben, mit der zentralen St. Nicolai Kirche, umfasst ca. 1400 Mitglieder.

 

 

Günthersdorf fügt sich Oschersleben an.

Die Kirche im alten Schulhaus (heute Schützenhaus) von Günthersdorf wurde 1878 eingeweiht. Trotz der geringen Größe enthält sie einen Kanzelaltar sowie eine Empore. 1999 wurde sie umfassend renoviert. Auch heute finden in dieser Filialgemeinde von Oschersleben noch regelmäßig Gottesdienste statt.

 

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St. Nicolai Kirche

Geschrieben am 12.09.2010 von Denise Nestler

In Oschersleben auf dem Marktplatz befindet sich die St. Nicolai Kirche.
Die Geschichte der Marktkirche ist Folgende:

 

 

 

1150     Die Romanische Kirche wird im Zentrum der Stadt erbaut.
1219     Erhebung zur selbständigen Pfarrkirche und erstmalige Erwähnung „ecclesia forensium“ (lat. öffentliche Kirche)
1444     Der Altarraum ist bereits baufällig, lat. „ruinosus“. Als langgestreckter gotischer hoher Chor erneuert
1448     Einweihung des neuen Altarraumes.
1659     Schlimmster Brand der Stadtgeschichte. Von 270 Häusern wurden 206 zerstört. Darunter Kirche, Schule und Pfarrhaus.   
1660     „ … wurde die Kirche aber durch den Beistand Gottes und die Unterstützung ehrbarer und freigiebiger                  Menschen 1660 wieder erbaut“.
1850     Erste Schäden am Mauerwerk. Pläne für Um-oder Neubau werden prinzipiell erwogen, da die Gemeinde auch immer stärker anwuchs.
1874     Schäden werden immer größer, die Empore musste deswegen abgetragen werden.
1876     Kreisbaumeister Nünnecke prüfte Alternativen zum Neubau.
1881     Nach Plänen des kgl. Regierungsbaumeisters Saran wird das Kirchenschiff als große neugotische Hallenkirche gebaut. 1500 Plätze können geboten werden. Die Türme behalten ihre alte Form. Am 22. Dezember wird der Neubau feierlich eingeweiht.
1940     Die große Glocke (fast 5t schwer) muss für Kriegszwecke abgeliefert werden.
1944     Das Kirchendach, die farbigen Fenster und die Innenstadt Oscherslebens erleiden große Schäden durch den Luftangriff vom 20. Februar. Die Nässe hinterließ, noch ehe das Dach geschlossen werden konnte, Schäden im Mauerwerk.
1950     Nach und nach wird die Notverglasung durch Bleiglasfenster ersetzt.
1969     Schwerer Sturmschaden! Nur der abgedeckte Streifen hinter den Türmen kann neu gedeckt werden. Alle Anträge auf Generalreparatur werden bis 1981 abgelehnt. Dach und Mauerwerk des Kirchenschiffes leiden durch die Nässe immer mehr.
1973     Neudeckung der Turmhelme.
1976     Die Marktkirche wird unbenutzbar. Da ihre Rettung unmöglich erscheint, wird sie mit Zustimmung der Kirchenleitung aufgegeben. Alle Versuche, einen neuen Träger zu finden, scheitern.    
1981     Der neue Bürgermeister Karl-Heinz Skrypczak setzt sich für die Dachdeckung ein, die Genehmigung wird erteilt. Der Gemeindekirchenrat hebt den Beschluss von 1976 mutig auf.
1982     Unter der energischen Führung von Superintendent Günter Henning beginnt der Kampf um die Rettung von St. Nicolai. Ehrenamtliche Helfer, Spenden und Arbeitseinsätze halfen dabei sehr.
1982/
1984    Neudeckung des Daches in zwei Abschnitten. 1983 konnten keine Ziegel geliefert werden.
1987     In der „Baustelle Kirche“ konnte nach Jahren am 20. September wieder ein Gottesdienst gefeiert werden.
1985/
1987    Reparatur des Fenstermaßwerkes. Die sämtlich zerstörten unteren Fenster werden erneuert, die oberen Fenster neu verglast und erhalten Schutzgitter.
1989     Das „Neue Forum“ wurde am 8. November gegründet
1990/
1993    Erneuerung der Elektroanlage. Vorbereitung auf die Turmsanierung.
1993    Seit dem Sommerhalbjahr ist es wieder möglich, regelmäßige Gottesdienste und Konzerte in der St. Nicolai Kirche zu präsentieren.
1994    Festakt der Stadt Oschersleben zur 1000-Jahrfeier.
1994/
1995    Grundhafte Sanierung der Türme. Ein neuer, eichener, Glockenstuhl wird errichtet und eine moderne Läuteanlage installiert.
1995    Stiftung einer neuen Turmuhr durch die Kreissparkasse und den Oscherslebener Händlerbund
1997    Schwammbekämpfung und Erneuerung des Fußbodens im nördlichen Querschiff. Die Glocke kann nach dreijährigem Schweigen wieder geläutet werden.
1998    Restaurierung sämtlicher Türen.
1999    Stiftung der 2. Wetterfahne durch den Lions - Club Oschersleben.
2004    Durchführung der gründlichen Sanierung des Dachstuhls und die Neudeckung der Kirchendächer. Die Stadt stellte dafür 51000 € zur Verfügung.
2006     Die Innensanierung beginnt: Erneuerung von Putz und Stuck im Altarraum, den Querschiffen und unter den Emporen. Am 10. September feierliche Einweihung und 125-jähriges Kirchweihfest.
2007     Nach den Entwürfen des Glasgestalters Günter Grohs stiften die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Stiftung der Bördesparkasse drei farbige Fenster für den Chorraum. Am 29. November 2007 fertiggestellt, werden sie zu Ostern 2008 durch Bischof Axel Noack feierlich eingeweiht.
2009     Zweiter Abschnitt der Innenputzsanierung. Schäden im Kirchenschiff wurden beseitigt. Diese Maßnahme wurde vollständig aus Spenden an Kirchengemeinde und Förderverein finanziert.
2010     Übergabe von 13 Kirchenbänken, die in der Tischlerei der MCH-Stiftung gebaut und durch den Förderverein finanziert worden sind.

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Altarraum

Geschrieben am 12.09.2010 von Denise Nestler

In der alten St. Nicolai-Kirche, die 1880 wiedererbaut wurde, waren viele verdiente Bürger Oscherslebens (Bürgermeister, Amtsleute, Ratsherren) im Kirchenschiff bestattet worden. Davon zeugten damals Grabplatte an Grabplatte, die den Fußboden des Kirchenschiffes bedeckten.

 

Auch im Altarraum, es war damals ein langgestreckter hoher Chor (viel schmaler und langgestreckter als heute), lagen vornehmlich die Grabplatten der dort bestatteten Pastoren und besonderer, um die Kirche verdienter, Bürger. So z. B. der Amtsmann Henricus Schade, der 1661 den neuen Altar stiftete: er wurde 1663 in der Nähe des Altars bestattet. Opferprediger Samuel Gelhut liegt dort ebenfalls. Er kam 1660 nach Oschersleben, ein Jahr nach der großen Brandkatastrophe, und hat den Wiederaufbau unserer Kirche energisch vorangetrieben. Unter ihm wurde auch das Pfarrhaus neu erbaut. Dort weist eine Inschrift auf Pfarrer Gelhut und die Kirchväter Christian Ihlenburck und Adolph Köllen hin.

 

Die Gebeine aller dort Bestatteten ruhen immer noch in der Kirche. Die alten Grabplatten wurden allerdings beim Neubau entfernt. Das Epitaph von Samuel Gelhut blieb erhalten und wurde stehts in Ehren gehalten, wie man auch heute an seiner Erhaltung sehen kann. 

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Hornhausen St. Stephani

Geschrieben am 13.09.2010 von Denise Nestler

1888 wurde in Hornhausen dieser historisierende Backsteinsaal mit wuchtig quadratischem Westturm und eingezogenem dreiseitig schließendem Altarraum geweiht. Der Außenbau gliedert sich durch zweibahnige Maßwerkfenster im Wechsel mit Strebepfeilern. Der Turm mit barocker Haube, Laterne und Inschrifttafel von 1729 scheint vom Vorgängerbau übernommen. Der verbretterte Dachstuhl im breitgelagerten Schiff ist in der Mitte spitztonnig, an den Seiten flach. An den drei Seiten befinden sich Emporen, die Empore im Westen ist zweigeschossig mit einer Orgel. Der Altarraum ist rippengewölbt. Die Ausstattung aus der Bauzeit ist komplett erhalten. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Kopie des berühmten "Reitersteins" von Hornhausen mit einem sächsischen Krieger vom Anfang des 8. Jh. an der Außenwand des Turms. Das Original befindet sich im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle.

 

Momentan wird der Turm saniert.

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Hordorf St. Stephanus

Geschrieben am 13.09.2010 von Denise Nestler

Die Kirche von Hordorf wurde 1693 als Saalkirche unter Einbeziehung eines älteren Kirchturms erbaut. Das Innere prägen ein Tonnengewölbe, eine dreiseitige Empore und ein Kanzelaltar. Die übrige Inneneinrichtung ist bis auf zwei hölzerne Säulen und ein "Christus-Lamm" aus dem Kanzelaltar verloren. Nach einem Sturmschaden 1972 setzt ein schneller Verfall der Dachkonstruktion ein, so dass zu Beginn der 1980er Jahre Kirchendach und Turmhelm abgerissen wurden. Seitdem findet der Gottesdienst im benachbarten Pfarrhaus statt.

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