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Sonntagsgrüße aus dem Kirchenkreis
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Evangelischer Kirchenkreis Egeln

Stadtkirchhof 2, 39435 Egeln

Fon 039268 98823
suptur@kk-egeln.de

Gebetskalender

Als ob sich die Bäume Geschichten erzählen –
so klingt es, wenn ein Rauschen durch den Friedwald geht.
Raschelnde Blätter an wiegenden Zweigen.
Die Sonnenstrahlen glitzern immer wieder durch die hohen Wipfel.
Ich schließe die Augen und höre zu.
Es rauscht.
Und mir ist, als hörte ich Begebenheiten aus dem Leben derer,
die hier begraben liegen:
Sebastian und Werner, Nadine und Christl und andere...
Ihr Leben, ihre Geschichte - sie sind nicht vergessen.
Die kleinen Schilder an den Bäumen erinnern an sie.
Nennen Namen und Daten.
Doch das Rauschen der Bäume scheint mehr zu wissen
und trägt es hinauf in die Lüfte bis zum Himmel.

GOTT,
so viele Tränen, die hier vergossen wurden.
Ich bringe sie DIR.
Tränen für die Verstorbenen:
viel zu jung, die eine.
Von Krankheit gezeichnet ein anderer.
Und sie? So plötzlich und unerwartet.

Im Abschied viel Schmerz.
DU siehst ihn.
Und DU weißt um jede Geschichte,
du kennst jeden Augenblick ihres Lebens.
Und du sendest aus den Atem des Windes,
damit er durch die Blätter fährt,
um die Geschichten behutsam einzusammeln,
die jedes Leben zu erzählen hat -
und schenkst sie mit dem Rauschen des Waldes
den Familien und Freunden,
die wiederkommen in den Wald,
um Frieden zu finden.
Endlich.

AMEN

Im Radio soll es sie nicht geben. 
Auf Social Media kommt sie kaum vor.
Auch in meinem Leben hab ich meist nur wenig Platz für sie. 
Manche haben regelrecht Angst vor ihr.
Dabei kann sie so guttun. 
Das spür ich, wenn ich aus der Stadt in den Wald gehe – ohne Kopfhörer –
oder wenn ich mich in eine Kirche setze.
Wenn ich mir Zeit nehme und alles ausschalte, was lärmt und mich berieselt, 
wenn ich dann lausche, dann kann ich sie wahrnehmen, die Stille:

Dafür möchte ich beten:

Schenk uns Stille-Momente, Gott, 
in dieser Welt, die wir fast ganz ausfüllen 
mit einem endlosen Rhythmus von Rattern und Rauschen, 
Gedröhn und Geknall.
Nahezu überall und jederzeit umgeben uns 
Getuschel und Marktgeschrei,
Machtworte und Hilferufe.
Ach, schenk uns Stille, Gott: 
Raum, nicht schon gefüllt, sondern weit und offen.
Schenk uns Stille, Gott: 
Freiraum, in dem die Gedanken umherwandern, sich auslaufen können, 
bis ich zur Ruhe komme.
Manchmal werd ich dann ganz klar, hellwach und frisch,
seh die Welt nochmal neu.
Hör sie singen und schweigen. 
Dann spür ich Dich, Atem des Lebens,
und bekomme eine Ahnung vom Klang Deiner Schöpfung.

Kurze Stille

Schenk uns Stille, Gott,
dass wir einhalten und zur Besinnung kommen 
und vertrauen lernen auf Deine Stimme.

AMEN 

Im Juni 1969 begannen in New York Proteste, ausgelöst durch eine Polizeirazzia in einer Schwulen-Bar in der Christopher Street. Gleichgeschlechtliche Liebe war zu dieser Zeit illegal, betroffene Menschen wurden diskriminiert und schikaniert.

Aus den Protesten wurde eine breite Bürgerrechtsbewegung. Seit 1970 finden im Juni weltweit Paraden zum Christopher Street Day statt. Für die Rechte von Menschen, die nicht in die üblichen Schubladen Mann oder Frau passen.

 

Ach du großer GOTT 

Bunt und schrill sind sie auf den Straßen unterwegs

Damit sie gesehen und gehört werden 

Endlich

Damit sie nicht verachtet und ausgegrenzt werden 

Geh an ihrer Seite GOTT 

Wir sind doch nach DEINEM Bild erschaffen 

Alle

 

Geh ganz dicht neben Charlie bitte 

Er ist doch heut zum ersten Mal dabei

DU weißt wie sie über ihn gelacht haben 

Als er noch Charlotte hieß 

DU hast es gesehen 

Als er sich das Leben nehmen wollte 

Mit dem Brotmesser 

HERR erbarme DICH

 

Danke dass er nun Hilfe bekommt

Psychologische Beratungen und Operationen 

Das macht ihn mutiger und ein bisschen fröhlicher

Danke

 

Aber er braucht auch Freunde

Und Verständnis in der Familie

Das Schweigen muss aufhören 

Das lähmende Schweigen 

HERR erbarme DICH

 

So viel Gift in Blicken und Worten 

Immer noch 

So viel blinder Hass im Netz 

So viel Lieblosigkeit

 

HERR erbarme DICH

Mit Schwung Neues ausprobieren, Altes loslassen, sich über die Erfolge anderer freuen und von guten Beispielen lernen. So soll die „Werkstatt der Erprobungsräume“ am kommenden Samstag die Teilnehmenden motivieren, ermutigen und inspirieren. Ich bete für das Netzwerktreffen der Erprobungsräume und des Netzwerk Erprobens. 

GOTT, du bist der Anfang und das Ende.  
Wir bitten DICH für alle, die sich trauen, Liebgewordenes zu beenden.  
Wir bitten DICH für jene, die mit Erfindungsgeist Neues beginnen. 
Wir beten für deinen Segen für die Werkstatt der Erprobungsräume. 
Alle, die beständig oder punktuell in der Kirche erproben, brauchen DEINEN Heiligen Geist. 

 Lass ihn wehen und wirken, damit Menschen dir begegnen. 
Wir beten für alle Orte, an denen Menschen mit einer Leidenschaft für DICH Neues ausprobieren.  
Öffne DU Ohren und Herzen, wenn Menschen ihre Ideen einbringen und umsetzen.  
Mache DEINE Kirche zu einem Freiraum, in dem sich DEINE Geschöpfe gerne mit ihren Begabungen einbringen.  
Befähige uns, dass wir hinhören.  
Schenke uns den Mut, loszugehen zu den Menschen. 

AMEN 

Krass, wie das Wetter verrückt spielt, oder?  
Wenn die Sonne sticht und das Thermometer auf über dreißig Grad klettert...? Besonders in großen Städten - unerträglich!  
Nicht nur für alte Menschen. Mir hat auch das Baby im Kinderwagen leidgetan, unter dem rosa Sonnenhut hat es so richtig k.o. ausgesehen... 
Was wir jetzt nicht brauchen, sind heiße Debatten. Es gibt geeignete Maßnahmen und ich hoffe, dass die schnell umgesetzt werden.   

Dafür möchte ich heute mal beten:  

Ach, du großer GOTT 
die Hitze nimmt zu   
und die Sorge auch  
hilf uns doch!   

Hilf uns und den Verantwortlichen 
dass wir deine Erde bepflanzen und nicht versiegeln  
dass Fassaden und Dächer zu Grünanlagen werden, 
Balkone zu Mini-Gärten,
und Parkplätze zu Oasen, 
mit Haltestellen für den Bus und die Straßenbahn.

Gib uns den Blick auch für den Nächsten 
der ein Glas Wasser braucht  
oder einen Platz auf der Bank im Schatten  
Schenk frische Ideen und Mut zur Veränderung 
damit sich Vernunft und Zuversicht ausbreiten wie Sonnensegel.  

AMEN 

Fußball Weltmeisterschaft 2026 

Was ergeben 12 Fünfecke und 20 Sechsecke? Richtig: einen Fußball! 
Der rollt in diesen Tagen wieder und zieht die Aufmerksamkeit von Milliarden Menschen auf sich – drüben, übern großen Teich hinweg in den USA, Mexiko und Kanada. 
Ein riesiges Geschäft, aber auch eine riesige Begeisterung! 
Ein Glanz, der blendet, ab auch glänzende Spiele! Ein Spektakel, das betäubt, aber auch spektakuläre Tore! 
Es ist wie so oft – und erst recht beim Fußball – es gibt Gewinner und Verlierer! Es wird davor und danach Vieles schön geredet – und während dieser vier Wochen redet man über die schönste (Neben-)Sache der Welt! 
Und das alles wegen der 12 Fünfecke und 20 Sechsecke… 

Ich lade ein zum Gebet: 

GOTT, 
ich danke DIR für alle positiven Erfahrungen von Gemeinschaft während der kommenden Wochen. 
Ich danke DIR für den Einsatz und die Kunstfertigkeit der Sportler, 
für die Helfer in und um die Stadien, 
für die Techniker und Moderatorinnen, 
für die Verantwortlichen der Fanmeilen, 
für die Leute an Getränke- und Grillständen. 
Hilf, dass alles gelingt! 

GOTT, 
ich bitte DICH um friedliche Wochen, 
um fairen Sportsgeist – auf dem Platz und auf den Rängen. 
Ich bete für eine Zeit ohne Rassismus und dafür, dass das Verstehen bleibt! 
Ich bete für Gemeinschaft, die verbindet 
und für Umarmungen, die halten, was sie versprechen. 

GOTT, 
hilf uns, wachsam zu sein, 
damit wir uns nicht blenden lassen, 
sondern unseren Blick für die Wirklichkeit behalten – so, wie sie ist. 

Und nun, GOTT, 
gib, dass es eine friedliche, fröhliche, 
ausgelassene und spannende WM wird. 

AMEN 

Eine ist Postzustellerin, einer Tischler, einer hat eine Kfz-Werkstatt, eine ist Rechtsanwältin - sehr unterschiedliche, ganz normale Leute. Ihnen allen liegt am Herzen, dass es Gotteszeit gibt im Leben von Menschen. Dafür haben sie Kurse besucht, sich ausbilden lassen. Auch wenn keine Pfarrerin da ist, feiern sie Gottesdienste: miteinander singen, beten, hören, was Gott für das Leben sagt. 
Sie alle sind eingeladen am Sonnabend zum Lektorentag unserer Landeskirche. Um das neue Gesangbuch wird es gehen, um Austausch und Miteinander. 

Für die Lektorinnen und Lektoren möcht ich gern beten mit euch: 

Gott, ich danke Dir, dass Du Menschen so guten Mut machst, von Dir zu erzählen, zu singen, Dich zu entdecken gemeinsam mit anderen. 
Was für ein Schatz – ihre so unterschiedlichen Lebenswege, Berufe, Sprachen, …  
Wunderbar vielfältig zeigst Du Dich in ihnen.  

So bitte ich Dich, Gott,
um Deinen Geist für unsere Lektorinnen und Lektoren: 
Inspiriere sie, sing ihnen ins Herz, dass sie Deinen Reichtum spüren und daraus schöpfen können. 
Schenk ihnen Empfindsamkeit und den richtigen Ton für die, mit denen sie auf dem Weg sind. 
Gib ihnen Kraft, die vielfältigen Aufgaben gut zu bewältigen und mach Mut, auch mal nein zu sagen, wenn es zu viel wird. 

Hilf, dass wir einander schätzen und aushalten in unserer Kirche, auch stützen, wenn nötig. 
Wie wohltuend, wenn wir einander beleben und trösten, uns gegenseitig Schwung geben und Glauben stärken. 
Sei Du dabei mit Deinem Segen. 

AMEN 

Pfingsten! Der Heilige Geist ist ein Verwandlungskünstler 

Verängstigte kommen raus aus dem Schneckenhaus, 
gehen auf andere zu 
und was sie sagen  
können alle verstehen 
auch die aus dem Ausland 
sie sprechen so 
dass alle sich verstehen 
eine große Gemeinschaft 
regenbogenbunt 

Und was sie sagen, 
Es geht unter die Haut und ans Herz 
Es macht Mut und zaubert ein Lächeln ins Gesicht 
Endlich mal wieder! 

Ach ja GOTT
Verwandle uns mit diesem Geist 
Heute und jeden Tag 
Weck unser Sprachtalent
Unser Mitgefühl 

Dass nicht Angst über uns herrscht und Misstrauen,
Sondern Glaube und Hoffnung und Liebe 

Für diese Welt
Die DICH braucht 
Die uns braucht 
Damit Frieden werden kann 
Überall.  
Endlich.

AMEN

Im Deutschlandfunk kommt immer 6.35 Uhr das “Wort zum Tage”. Meistens sitze ich da gerade beim Frühstück. Dann schau ich von der Zeitung auf und lausche. Ganz oft gefällt mir sehr gut, was ich höre. Ich bin richtig dankbar, dass es auf allen Kanälen zu ganz verschiedenen Uhrzeiten solche Impulse gibt, auch aus der EKM (bei MDR Thüringen/Sachsen-Anhalt/MDR Kultur).  

Und für all die, die hinter diesen Minuten täglicher Andacht stecken, möchte ich heute beten. 

GOTT, DU überraschst mich immer wieder:
Das Radio läuft im Hintergrund,
und dann ändert sich die Stimmung und ich merke auf.
Da redet einer nicht von den Sorgen des Landes,
vom Ringen der Politiker um Entscheidungen,
sondern von seinen Erfahrungen mit DIR.

Ich höre seine oder ihre Worte
zusammen mit tausenden anderen Menschen im ganzen Land.
Wie mutig, sich so öffentlich zu DIR zu bekennen
und so persönlich von DIR zu sprechen.

GOTT, ich weiß, dass hier jedes Wort gut bedacht und geprüft wurde,
und ich danke DIR für alle, die ihre Stimme für DEINE Botschaft finden.
Die Texter und Redakteurinnen, 
die Menschen am Mikro, vor der Kamera und dahinter 
sonntags zum Fernsehgottesdienst  
oder wochentags im Rundfunk. 

Danke, dass DU uns solche Unterbrechungen schenkst,
dass DU mich herausreißt aus all den Nachrichten und Beiträgen aus dieser Welt
und mich für einen kurzen Moment blicken lässt
auf DEINEN Trost, DEINE Gerechtigkeit, DEINEN Frieden.
Kurze Hoffnungswellen DEINER frohen Botschaft an meinem Frühstückstisch. 

AMEN 

Am 12.05. ist der "Internationale Tag der Pflegenden" (auch "Tag der Krankenpflege", "International Nurses Day"). Pflegende Angehörige und Pflegekräfte stehen vor vielen Herausforderungen. Wir bitten für Kraft, Geduld und Liebe für deren Bewältigung. Sich hingeben und viel investieren. Täglich sind Pflegende damit beschäftigt, für andere da zu sein und Sorge für sie zu tragen. Oft sind es Menschen, die nicht honoriert, beklatscht und angemessen wertgeschätzt werden. Bei Gott ist das anders. Ich möchte beten zu Gott, der uns Menschen sieht.  

DU, GOTT, hast Menschen im Blick,
die nachts am Bett sitzen und den Schweiß von der Stirn tupfen.
Allesgeber, die den schweren Körper anheben und das Kissen aufschütteln.
Dienerinnen, die ihre eigene Erwerbsarbeit aufgegeben haben.
Müde Menschen, die ganz da sind für den Angehörigen.
Es braucht so viel Kraft, um jemanden zu pflegen.  

Ich vertraue darauf, dass DU sie siehst.
DU hast sie immer im Blick und weißt um die Belastung.
Bei DIR, GOTT, ist ein Ort für ihre Mühen.
Schenke Entlastung, Ausgleich, Durchhaltevermögen.
DEIN wohltuendes An-Sehen stärke sie. 

Amen 

Bei mir ist die Ordination jetzt 10 Jahre her, und ich kann mich noch so gut an diesen Moment erinnern. 
Die ganze Phase der Ausbildung, des Studiums, die aufregenden Jahre des Vikariates lagen hinter mir, nun ging etwas ganz Neues los, der Dienst in der Gemeinde. Mit Gottes Segen. 
Heute werden in Magdeburg wieder Pfarrer, Gemeindepädagoginnen und Prädikanten in ihr Amt ordiniert. Und ich möchte mit euch für sie beten. 

GOTT, DEIN Segen gibt so viel Kraft. 
Lege DEINEN Segen auf die, die heute ordiniert werden. 
Lege DEINEN Segen auf ihren Dienst, auf ihren ersten Elan  
sei segnend auch in ihrer ersten Erschöpfung. 

Lege DEINEN Segen auf ihre Gottesdienste, 
dass sie selbst Kraft ziehen können aus ihrem Tun. 
Lege DEINEN Segen auf ihre Gespräche, 
dass sie Vertrauen wecken und zu den Menschen durchdringen. 

Lege DEINEN Segen auch auf die Gemeinschaft, in die DU sie sendest, 
dass Lebendigkeit, Freude, - DU! spürbar wirst. 
Lege DEINEN Segen auf ihre Terminplanung, 
dass Platz bleibt für die eigene Familie, 
für Freunde, für Stille – und für Überraschungen. 

Lege DEINEN Segen auf die Abschiede, 
auf das, was sie neu ordnen müssen, 
wo sie mit Altem ringen. 
Lege DEINEN Segen auf sie, 
und zeige ihnen, dass DEINE Geistkraft 
sie immer frisch umweht. 

Amen. 

In Leinefelde-Worbis beginnt die Landesgartenschau. 
Ich bin jedes Mal fasziniert, wie sich eine Stadt verändert, wenn es aus allen Ecken grünt und blüht. Und wie das auch Menschen verändert, glücklicher macht und manchmal auch nachdenklich. 

Christen sind mit dabei mit einem Eröffnungsgottesdienst und einem bunten Programm am Kirchenpavillon. 

GOTT, DU Paradiesgärtner 
Kreativ ohne Ende 
Verschwenderisch mit Farben und Formen 
Mit Düften und Geschmack  
Klatschmohn und Silberdistel  
Lavendel und Apfelbaum 
Brot und Wein 

Erdnah und Himmelweit
DEINE Liebe  
DEIN Segen 

Lass uns eintauchen
Lehre uns Staunen und Achtsamkeit 
Stecke uns an  
Drück uns die Gießkanne in die Hand und die Hacke 
Dass wir die Erde bebauen und bewahren 

Verbinde uns neu mit den Nächsten und Übernächsten 
Mit DEINER Schöpfung 

Damit die Erde ein Vorgarten wird zum Paradies 
nach und nach 

AMEN. 

Tschernobyl, 26. April 1986. 
Im Block 4 des Wladimir-Iljitsch-Lenin-Kraftwerkes kommt es zu einer Kernschmelze und zu Explosionen. 
150.000 Quadratkilometer sind verseucht. Die radioaktive Wolke treibt über weite Teile Europas. Die Kernzone bleibt für Tausende Jahre unbewohnbar. Die WHO geht von 125.000 Strahlentoten allein bei den Einsatzkräften aus, sowie von weit über einer halben Million Invaliden. 
Vor drei Jahren schaltete Deutschland die letzten drei Atomkraftwerke ab. Die Lichter in unseren Wohnungen sind trotzdem nicht ausgegangen. Die erneuerbaren Energien boomen. Trotzdem fordern manche die Rückkehr zum Atomstrom. 

GOTT, was machen wir aus DEINER Schöpfung?
Wir machen sie uns untertan, 
beuten sie aus, knechten und zerstören sie. 
Bis der letzte Baum gerodet und der letzte Bach versiegt ist... 

GOTT, ich schäme mich. 
Wir wissen so viel über Strahlung und Emissionen, 
über die Zusammenhänge unseres Handelns und der Zukunft. 
Und trotzdem machen wir weiter, als gäbe es kein Morgen.  

GOTT, vor 40 Jahren ist uns Tschernobyl aus den Händen direkt vor die Füße geknallt und hat unsägliches Leid gebracht. 
GOTT, tröste, stärke und heile Menschen, die an den Folgen der Strahlung leiden. 
GOTT, die Kinder von damals sind längst erwachsen, manche sind Großeltern. Trotz allem. 
Was wird aus unseren Kindern, wenn wir so weitermachen? 

AMEN 

Seit 1926 ist die „Evangelische Hochschule für Kirchenmusik“ in Halle (Saale) ein Herzschlag der geistlichen Musik in Mitteldeutschland. Was vor 100 Jahren als kleine Ausbildungsstätte begann, hat sich zu einem Leuchtturm der Ausbildung entwickelt, der Generationen von Kantoren, Organistinnen und Chorleitern geprägt hat. So wird in der Saalestadt das Erbe von Schütz, Scheidt und Händel nicht nur verwaltet, sondern lebendig in die Gegenwart übersetzt. 
Ein Ort, an dem Handwerk, Talent und Fleiß aufeinandertreffen, und an dem junge Menschen lernen, die frohe Botschaft in Töne zu fassen – zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen. 

Für alle Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker möchte ich beten. 

GOTT, du Urquell aller Lebensfreude, 
wir feiern heute 100 Jahre Hochschule für Kirchenmusik in Halle.  
Wir danken dir für diesen Ort, an dem aus Handwerk Kunst wird und aus Tönen ein Zeugnis erwächst. 
Vor allem aber danken wir dir für das Geschenk der Freude, das du in die Musik hineingelegt hast 
– eine Freude, die unsere Herzen weit macht und uns an deine Gegenwart erinnert. 

Schenke uns die Freude am Klang:  
Wir bitten dich für alle, die in Halle lehren und lernen, und für alle Musizierenden in unseren Gemeinden. 
Lass sie unter dem Druck der Perfektion die Leichtigkeit des Spiels nicht verlieren. 
Erneuere in ihnen täglich das Staunen über die Schönheit der Harmonien, die uns geschenkt sind. 

Schenke uns den verbindenden Geist:  
Musik braucht das Miteinander.  
Wir bitten dich für all unsere Chöre, Bläserchöre und Bands.  
Lass sie erfahren, wie dein guter Geist in den Proben und Gottesdiensten wirkt 
– wie aus vielen Stimmen ein gemeinsamer Klang wird und aus Fremden eine Gemeinschaft wächst. 
Überwinde durch die Musik, was uns trennt, und heile, was in uns zerbrochen ist. 

Schenke uns Mut zur Begeisterung:  
Wir bitten dich für die Menschen, die unsere Kirchen besuchen.  
Lass sie von der Freude der Musizierenden angesteckt werden. 
Möge die Kirchenmusik die Herzen aller erreichen, deren Seele gerade still oder traurig ist. 

Wir danken dir, dass die Kirchenmusik in Halle seit einem Jahrhundert eine Brücke schlägt: 
zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen Mensch und Mensch und zwischen Erde und Himmel. 
Lass uns in dieser Freude bleiben und sie mutig weitertragen, 
damit dein Lob in unseren Häusern und Kirchen niemals verstummt. 

Amen.

Ostern 
Ostern ist für mich ein kleines fröhliches Fragezeichen, 
ein leichtes Glitzern über jedem Grabstein, über der ewigen Ruhe unserer Toten.
Kein Beweis. Kein Triumphbogen.
Kein Foto vom Himmel.

Ostern ist dieser eine Morgen bei Sonnenaufgang.
Als der EINE im Grab nicht zu halten war.
Der EINE, der wie kein anderer vom Leben redet, immer noch. 
Von ewigem Leben.
Und von Liebe, die bleibt.

Darum o GOTT
Ein großes Halleluja für dieses kleine Fragezeichen 
Für diesen EINEN 
Der Leiden und Schuld und den Tod in Frage stellt
Ganz leise 

Ein großes Halleluja für dieses leichte Glitzern
Das Trauerschwarz zum Leuchten bringt
Manchmal schon 

Und ein großes Halleluja 
Für jeden Sonnenaufgang
Und jeden Sonntag
Die uns daran erinnern
Wie Engel in hellen Gewändern.

AMEN 

Diese Tage fühlen sich anders an als andere – ernst, manchmal still.
Karwoche.
Ich denke über Jesus nach. Seinen Weg.
Aus Liebe hat er für mich gelitten, ist am Kreuz gestorben.
Ich denke über das Leid, die Not und die Dunkelheit in der Welt und in meinem eigenen Leben nach.
Christus ist mir gerade jetzt sehr nah. 

Christus,
nimm mich mit in diese Woche.
Ich mag mit dir gehen über Palmzweige.
Mich mit dir bejubeln lassen am Morgen. 
Und mit dir verspottet und verurteilt werden. 
Am Abend, wenn es kühl wird. 
Nimm mich mit! 

An deiner Seite ist mein Joch sanft, meine Last leicht.
Du nimmst mein Kreuz auf deine Schultern.
Alle Last dieser Welt, alles Schwere, alles Versagen – 
Du nimmst es – in Liebe.
Nimm mich mit.

Ich will mit dir hoffen und weinen, mit dir sterben 
und am dritten Tage auferstehen! 
AMEN 

 

Wenn die eigene Kraft schwindet, Selbstverständliches nur noch mühevoll bewältigt wird und ständig Hilfe nötig ist. Das will keiner, und doch kann sich niemand davor schützen. Älterwerden kann sehr aufreibend sein. Ich möchte für Menschen beten, die damit zu kämpfen haben.  

GOTT, du Quelle des Lebens,
als Menschen suchen wir nach dem Leben,
wollen leben und nicht sterben.
Das Älterwerden zeigt uns, dass wir vergänglich sind und sterben werden.
Es ist schwer, wenn die einfachsten Alltäglichkeiten nicht mehr alleine erledigt werden können.
Ständig um Hilfe zu fragen, macht mürbe.
Wenn wir merken, dass wir altern, dann steh uns bei.
Lass uns glauben, dass wir in DEINEN Augen wertvoll sind, egal, was wir können und geben.
Öffne uns die Augen für die vielen Gründe, um dankbar zu sein.
In DEINEN Händen sind wir liebevoll umfangen, auch wenn das Leben sich dem Ende neigt. 
Hab Dank, dass DU uns im Altern, im Sterben und selbst im Tod nahe bist.
AMEN 

In den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 (16. - 29.03.) stehen wir unter dem gemeinsamen Motto: „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“ 

Dieses Motto fordert uns heraus, genau hinzusehen: Wo wird Menschen ihre Mensch-Sein und ihre Würde abgesprochen? Wo prägen rassistische Muster unser Denken, unsere Sprache, unsere Strukturen, unsere Kirche? 
Wir erinnern uns daran, dass Diskriminierung und Rassismus nicht nur an den Rändern sichtbar werden, sondern oft im Alltag eingebaut sind, manchmal leise und unscheinbar, manchmal augenfällig. 
Worte, Bilder und Gewohnheiten wirken und formen unsere Sichtweise. Umso notwendiger ist es, ihnen aufmerksam zu begegnen. 
Zugleich sind wir überzeugt, dass Veränderung möglich ist, wenn wir uns ihr gemeinsam öffnen und wenn wir bereit sind, ehrlich – auch dort, wo es schmerzt – auf die Probleme und auf unseren eigenen Anteil daran zu schauen. 
Wir beten:
 

GOTT, du Quelle der Liebe, und der Freiheit, du hast uns nach deinem Bild geschaffen, vielfältig, unterschiedlich. 
Als Dein Ebenbild. 
Doch an so vielen Stellen sehen wir, dass Menschen diese Ebenbildlichkeit abgesprochen wird. 

Wir bringen vor dich, was trennt und verletzt, 
Hass, der laut wird, 
Worte und Taten, die entmenschlichen, 
Ideologien, die Macht über Würde stellen. 

Wir bekennen: Rassismus und rechtsextreme Gedanken vergiften Herzen, 
auch dort, wo sie sich gut tarnen – in Sprache, in Bildern, in Gewohnheiten. 
Hilf uns, sie zu erkennen, auch als Kirche,  
dass wir selbst kritisch hinterfragen, 
wo wir dazu beitragen, 
wo wir Teil des Problems statt Teil der Lösung sind. 
Hilf uns, Veränderung in uns und in der Kirche zu bewirken, dass du Gott in der Welt und in unserer Mitte offenbart wirst. 

Wir bitten dich: gib uns den Mut, hinzuschauen, wo wir manchmal lieber wegsehen würden. 
Gib uns den Mut, Unterdrückungsmuster zu verlernen, die Menschen klein machen und abwerten. 
Gib uns den Mut, koloniale Denk- und Bewertungsmuster, wahrzunehmen, zu hinterfragen und zu durchbrechen. 
Dass wir Menschen nicht nach Herkunft, Hautfarbe, Sexualität, Identität oder Geschlecht bewerten. 

Schenke uns einen Glauben, der sich nicht abwendet, eine Hoffnung, die Widerstand wagt, und eine Liebe, die Klarheit kennt und Grenzen wahrt. 

Du bist ein Gott, der uns sieht.  
Mach dich sichtbar und erfahrbar bei den Menschen, die Rassismus und Diskriminierung tagtäglich ertragen, 
die verletzt, übersehen oder ausgegrenzt werden, 
die keine Kraft mehr haben. 
Wir vertrauen auf deine Gerechtigkeit und deine Barmherzigkeit. 

AMEN 

Ein Dank an alle Omas zum 08. März 

„Wie aus Omis Küche“ – so lese ich auf einer Imbisstüte, die ein junger Mann auf dem Bahnsteig in den Händen hält. 
Aus der Tüte guckt etwas Essbares hervor, in das er genüsslich hineinbeißt. 
Ein schöner Werbeslogan, der auch bei mir sofort etwas auslöst: in Omis Küche, da war es warm und es gab oft was zu naschen. 

Für die Omas will ich beten: 

Danke, GOTT, 
für alle Frauen, die sich um ihre Enkel kümmern, 
so oft mit viel Güte und großer Gelassenheit, 
die sie vom Kindergarten und der Schule abholen, 
sie zum Reiten und Fußball fahren, 
die auf Bestellung das Lieblingsessen kochen. 
Danke, GOTT!   

Danke für ihre Geduld, 
für ihre klaren Worte, 
für die lange Leine, an der sie ihre Enkel lassen. 
Danke, für alle zugedrückten Augen 
und für die Umarmung, wenn`s mal wieder dicke Luft gab -zu Hause, in der Kita oder in der Schule.
Danke, GOTT!   

Danke auch für ihren Mut, 
wenn „Omas gegen Rechts“ zeigen, wo die Grenzen sind, 
weil doch das Leben gelingen 
und den Enkeln eine Zukunft eröffnet werden soll. 
Danke, für die Orientierung, die sie geben 
und für ihr weites Herz. 
Danke, GOTT!

AMEN. 

Der Weltgebetstag 2026 - Nigeria

Der Weltgebetstag ist für mich in meiner Gemeinde immer ein ökumenisches Highlight. Evangelisch-methodistische, römisch-katholische Frauen und wir von der evangelisch-lutherischen Gemeinde bereiten das gemeinsam vor, mit Neugier auf das Land, glücklich über die Gemeinschaft.
In diesem Jahr laden uns die Frauen aus Nigeria ein. Sie haben ihren Weltgebetstag unter ein Wort von Jesus gestellt:  

„Kommt, bringt eure Last“ (Mt 11,28-30).
Für sie und für das Gelingen unserer Weltgebetstage möchte ich beten. 

GOTT, wieder verbindest Du uns um den Globus herum. 
Dafür preise ich Dich. 
Ich feiere die Lieder mit ihren neuen Rhythmen in unbekannter Sprache, 
doch vereint in der Freude an Dir, GOTT. 
Ich feiere das wunderbare Essen,  
das wir nach den Rezepten aus Nigeria gekocht haben. 
Ich feiere all die Ehrenamtlichen,  
die unsere Gemeinderäume schmücken mit so viel Kreativität und Liebe. 
Herr, ich bitte Dich, 
hilf uns, die Lebensgeschichten der Nigerianerinnen zu hören, 
wirklich zu hören. 
Ich bitte Dich um Deine göttliche und unsere menschliche Hilfe in ihren Fragen, 
zu mehr Bildung, 
zu weniger Umweltverschmutzung, 
zu besserer Gesundheitsversorgung. 
Und, Herr, hilf uns, 
uns anstecken zu lassen von ihrem unerschütterlichen Glauben an Dich 
und von ihrer großen bunten Freude an der Gemeinschaft 
in Gebet und Gesang. 
AMEN 

Am 24.02.2022 griff die russische Armee auf Befehl ihres Präsidenten Wladimir Putin in einem völkerrechtswidrigen Akt die Ukraine an.
Was damals unvorstellbar schien: seit nunmehr vier Jahren wütet dieser fürchterliche Krieg. 
Seit 1460 Tagen sterben täglich Soldaten an der Front und Zivilisten dort, wo Angriffe ausgeführt werden – oft weit im Hinterland der Ukraine. 
Jeden Tag fliegen inzwischen 200 bis 700 russische Drohnen und Raketen ukrainische Ziele an, um zu töten, Angst zu verbreiten, Infrastruktur zu zerstören und die Energieversorgung lahmzulegen. 
Die Bilder von verzweifelten und frierenden Menschen gehen mir nicht aus dem Kopf.   

Wann, bitte wann, endet dieser Wahnsinn? 
Wann, bitte wann, schweigen die Waffen? 
Wann, bitte wann, gibt es Frieden? 

Lasst uns dafür beten: 

GOTT, wir klagen und bitten und ringen im Glauben: höre uns! 
Mit unserem Gebet liegen wir DIR in den Ohren und rufen laut: höre uns! 
Aber vielmehr noch: 
… höre die Stimmen der Menschen, die so voller Angst sind, 
… höre die Stimmen der Menschen, die übernächtigt sind, 
… höre die Stimmen der Menschen, die frieren, 
… höre die Stimmen der Menschen, die traumatisiert sind, 
… höre die Stimmen der Menschen, die hungern, 
… höre die Stimmen der Menschen, die trauern, 
… höre die Stimmen der Menschen, die verletzt sind und Schmerzen haben, 
… höre die Stimmen der Menschen, die eine verwundete Seele haben, 
… höre die Stimmen der Menschen, die sich nach Frieden sehnen, 
… höre die Stimmen der Menschen, die sich wahrhaftig für Frieden einsetzen, 
… höre die Stimmen der Menschen, die einfach nur wollen, dass es endlich aufhört, 
… höre die Stimmen der Menschen, die im Angriffslärm zu DIR schreien und flehen! 

GOTT, tu etwas! 
Ach dass DU den Himmel zerrissest und führest herab, 
um Mienen zu entschärfen und Drohnen zu zerbrechen, 
um alles Kriegsgerät im Feuer zu verbrennen, 
um Frieden zu bringen! 
GOTT, höre! 
GOTT, handle! 
AMEN. 

Am Aschermittwoch beginnt für viele eine Zeit der Stille.

Während das Aschekreuz uns an unsere Vergänglichkeit erinnert, bereiten sich unsere muslimischen Geschwister auf den Ramadan vor.  
Wir treten gemeinsam vor Gott – als Suchende, als Fragende, als Menschen, die sich nach Halt sehnen.
Die Kraft schöpfen und Stärkung finden wollen. 

 

GOTT, am Beginn der Fastenzeit bringen wir dir unsere Sehnsucht:
Nach Momenten, in denen wir still werden können, um dir zu begegnen. 
Nach Momenten, in denen die Waffen schweigen und die Herzen sprechen. 

Wir bitten dich:

Lass die kommenden Wochen eine Zeit des Friedens und des gegenseitigen Respekts werden
– in unseren Städten, in unseren Dörfern und in unseren Herzen. 
Lass uns einander mit leuchtenden Augen begegnen.
Nimm uns die Furcht vor dem Fremden und schenke uns Neugier auf den Glauben des anderen. 
Wenn wir fasten, lass uns spüren, dass uns der Hunger nach Gerechtigkeit eint. 
Mögen unsere leeren Hände uns lehren, großzügiger zu teilen. 
Hilf uns, die Schönheit in den Unterschieden zu sehen. 
Dass wir das Eigene lieben können, ohne das Andere herabzusetzen. 

GOTT, du Begleiter auf allen Wegen, segne alle, die fasten.
Lass das Fasten in diesen Wochen zu einer Brücke werden, die über Gräben führt, die wir Menschen gegraben haben.
Erneuere uns in dieser Zeit. 
Verwandle Gleichgültigkeit in Mitgefühl und Skepsis in Vertrauen. 
Wir alle leben von deiner Gnade, unter demselben Himmel, in der einen Welt, die du uns anvertraut hast. 

AMEN 

One Billion Rising for Justice 
(weltweiter Aktionstag für Solidarität und Gerechtigkeit für Opfer von Gewalt gegen Frauen) 

Am 14. Februar tanzen viele Menschen überall auf der ganzen Welt. 
Vor Schulen, auf Straßen und Plätzen.  
Nicht einfach aus Spaß. Sondern aus Solidarität.
Viele, viele Menschen stehen auf, protestieren und tanzen gegen die Gewalt, die viele Mädchen und Frauen erleiden.  

"One Billion Rising" 
denn etwa eine Milliarde sind betroffen, jede Dritte.  

Eine von ihnen ist Regine.
Eine Frau mit großen, unruhigen Augen, und mit einem Ekzem an den Händen, das nicht heilen will.
Für Regine möchte ich jetzt beten:  

O GOTT 
DU kennst doch Regines Geschichte
Eine Geschichte 
Voller Leiden 
Voller Scham
Für das Unrecht, das andere ihr angetan haben  

DU weißt doch
Sie lässt sich nicht so einfach trösten und umarmen 
Aber DU kannst DEINEN Arm um sie legen 
Schütze sie 
Vor Schlägen und bösen Worten 
Vor schlimmen Erinnerungen 
Vor der Selbstanklage  

Mach sie stark Nein zu sagen.
Zu kämpfen und mitzutanzen für Gerechtigkeit 
Damit sie wieder träumen kann 
Von Zärtlichkeit von Liebe von Glück 
AMEN. 

Wir alle kennen Menschen, die mit Krebs kämpfen.
Mit einer seiner vielen Spielarten, manche gut operabel, manche bösartig.  
Mit manchen kann der Betroffene lange leben, manche führen binnen Wochen zum Tod.
Immer ist die Diagnose ein Schock, immer ist sie für Betroffene und Angehörige eine seelische und körperliche Herausforderung. 
Am 4. Februar ist Weltkrebstag.  

 

GOTT, was ist das nur für ein Schicksal?! Der Körper wendet sich gegen sich selbst. 
So viele Menschen, die Krebs bekommen, die ihn durchleiden, ihn bekämpfen.
So viele Leben, die der Krebs verändert und zu oft beendet. 

GOTT, ich bitte DICH um Kraft für die Erkrankten, für ihre Angehörigen und Wegbegleiter. 
In aller Ohnmacht schenke Tatkraft. 
In allem Schmerz schenke Linderung. 
In aller Ratlosigkeit schenke gute Gespräche. 
In allem Schwanken schenke festen Boden. 
In aller Endlichkeit schenke DEIN unendliches Licht und DEINEN Trost.  
Gib alles, was DU geben kannst. 

Sei bei den Betroffenen mit DEINEM Segen. 
Segne die Menschen, die wir DIR in der Stille unserer Herzen jetzt nennen. 
… 

AMEN.