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Sonntagsgrüße aus dem Kirchenkreis
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Evangelischer Kirchenkreis Egeln

Stadtkirchhof 2, 39435 Egeln

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suptur@kk-egeln.de

Gebetskalender

Die Cookinseln laden ein! Mit ihrem Motto „Wonderfully made“ lenken sie unseren Blick auf die Schönheit der Schöpfung, der Natur, der Menschen und unserer betenden Gemeinschaft. Schließ dich uns an zum Weltgebetstag: https://weltgebetstag.de/


Gott, ich freue mich, dass die Zeit wieder da ist für den Weltgebetstag.

Einmal um den Globus wird Dir gesungen, Dich gepriesen
und mir deutlich, wie vielfältig Deine Gemeinde auf Erden ist.
Und wie wunderbar gemacht Deine Schöpfung.

Gott, für die Menschen der Cookinseln, bitte ich dich heute.
Und für alle, die den Weltgebetstag gerade für ihre Gemeinden vorbereiten.
Für ihre Gemeinschaft.
Lass das Essen gelingen,
schenke hungrige Mägen und offene Seelen,
schenke singende Herzen und fröhliche Gemeinschaft.

Danke, dass Du unsere Gebete hörst,
gleich welcher Herzen- oder Zungensprache.
Danke, für dieses kleine Pfingsten mitten im März.

Amen.

Es ist spannend. Wir wählen einen neuen Bundestag.
Es steht viel auf dem Spiel. Wir haben eine Stimme, aber haben wir auch genügend Vernunft?
Lasst uns für den neuen Bundestag beten und für alle Wählerinnen und Wähler:

 

Gott, heute bitten wir für unser Land,
die Bundesrepublik Deutschland.

Gott, wir seufzen.
Es geht um so viel.

Bitte segne alle, die wählen,
dass wir wissen, was sie tun.

Wir haben Macht.

Und wir haben einen Auftrag:
für die sorgen, die sich selbst nicht helfen können.

Lass uns die besonders im Blick haben,
wenn wir unser Kreuz machen.

Wer setzt sich wirklich ein?
Wer kämpft nicht nur für sich selbst?

Und dann bitten wir Dich für alle Gewählten.
Segne sie.
Bitte hilf, dass sie wissen, für wen sie antreten.

Behüte unser Land vor Unruhen.
Und schenke reichlich Weisheit für den Bundestag.

Und hilf uns allen, zueinander zu finden,
gerade wenn wir politisch unterschiedlicher Meinung sind.
Wir gehören doch längst zusammen.

Noch einmal, weil es dringend ist:
Wir legen Dir unser Land ans Herz.
Dein Herz ist groß.

Amen.

Lass Funken in dein Leben sprühn,
Hoffnungsfunken, Lebendigkeit, Wunder!

Manchmal erlebe ich das so in meiner Kirchengemeinde.
Und in andern auch.

Es könnte aber auch immer noch ein bisschen mehr sein,
was da sprüht... 

Ganz viele Funken erhoffe ich mir vom Gemeindekongress,
am 22. Februar in Erfurt.

Dafür will ich jetzt beten:

 

Gott danke für diesen Reichtum
an Traditionen,
an Ideen,
an Talenten:

Krippenspiel mit der Feuerwehr,
Osterbrote für junge Familien,

Morgenlob und Nacht der Kirchen,
Tauffest und Segen-to-go.

Segne den Gemeindekongress.
Lass Funken sprühen.

Mach uns Lust Neues zu probieren
und alle mitzunehmen
auf dem Weg zu dir

Amen.

In dieser Woche trifft sich der Superintendentenkonvent in Erfurt.
Natürlich sind da auch die Veränderungen Thema, die uns in der Kirche beschäftigen.
Wir werden weniger, das Geld wird knapper. Wandel ist unumgänglich.
Und trotz allem wollen wir fröhlich leben aus unserm Glauben. Wie kann das gehen?

 

Hab Dank, Gott, dass wir miteinander leben und glauben können in unseren Gemeinden.
Hab Dank für viele Ehrenamtliche, die viel Kraft einbringen.
Hab Dank für Gebäude, Traditionen und Kreise, die wir geerbt haben und schätzen.

Manches, merken wir, wird uns zu groß, manches zu schwer oder zu teuer.
Manches hat kein Leben mehr.

Gib uns Deinen Geist, wenn wir überlegen,
was wir lassen und loslassen müssen.

Und halt uns beieinander, wenn Entscheidungen schmerzen,
dass wir uns gegenseitig tragen und trösten.

Geh mit uns, damit wir gut weiterwandern mit leichterem Gepäck,
auch auf ungewohnten Wegen.

Amen.

Am 2. Februar wird Weihnachten eingepackt. Nun ist Weihnachten tatsächlich vorbei!
Etwas Wehmut macht sich bei mir breit. Aber es ist nun auch gut. Irgendwie beginnen sich innerlich Frühlingsgedanken zu regen. Den Herrnhuter Stern nehme ich ab, der trocken gewordene Baum mit den hängenden Ästen rauscht durch das Fenster runter in den Garten, die Krippenfiguren packe ich in Watte… zuletzt auch das Jesuskind samt Krippe.
Aber erst will ich noch einmal danken:


Danke, Gott, für diese Zeit der Kerzen und der Gemütlichkeit.

Danke, dass Du dich klein gemacht hast in Jesus,
dem Kind von Bethlehem und zu mir gekommen bist.
In ihm strahlt für mich das Licht der Hoffnung.

Danke für den Trost, den Du mir und anderen gebracht hast.

Und Danke, dass Du in Jesus nun auch mit mir gehst.

Denn die Krippenfigur habe ich zwar eingepackt,
aber mein Heiland Jesus bleibt bei mir
– heute und alle Tage.

Amen.

Regelmäßig gibt es in meiner Region Gedenktreffen für die Opfer eines Gestapo-Gefangenenlagers. Vor drei Jahren ist der letzte Augenzeuge in hohem Alter verstorben. Aber die Kinder und Enkel der Inhaftierten und Ermordeten treffen sich weiter. Jetzt sind Sie die Zeugen.

 

Gott, vor 80 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.
Unvorstellbares Grauen hat sich dort abgespielt.
Lass uns nicht vergessen, in welche furchtbaren Abgründe der Mensch hineingeraten kann.
Bewahre uns vor uns selbst.

Gott, sei bei den vielen Jugendliche, die heute nach Auschwitz fahren
und sich dort der Geschichte dieses Ortes aussetzen.
Gib einfühlsame Begleitende und hilfreiche Gespräche.
Lass Gutes aus Bösem erwachsen.

Gott, sei bei den Angehörigen der Inhaftierten und der Ermordeten,
den Kindern, Enkeln, Urenkeln.
In der Bibel steht: „Die Väter haben saure Trauben gegessen, und den Söhnen sind die Zähne davon stumpf geworden.“
Die Last des Grauens trägt sich durch die Generationen und beschwert viele Menschen noch immer.

Gott, schenke mir Mut.
Dass ich widersprechen, wenn heute versucht wird, das Geschehene kleinzureden oder zu relativieren.
Lass mich nicht weghören, wenn böse Bemerkungen fallen.
Lass mich aufstehen gegen Hass und Hetze.

Amen.

Diese Woche grusele ich mich. Donald Trump wird erneut US-Präsident.
Und er kann durchregieren. Was das heißt - wir können es nicht einmal erahnen.
Aber wir können es Gott hinhalten.
Lasst uns das tun.

 

Gott, Du bist groß.
Alle Mächtigen sind klein vor Dir.
Auch US-Präsidenten.

Auch wenn es uns schwerfällt:
Wir bitten Dich um Segen für ihn.
Dein Segen bewirkt ja immer das Richtige.

Klar, Du hast allen Verstand und Freiheit gegeben, zu wählen.
Aber dieses Amt betrifft uns alle.

Kannst Du bitte Donald Trump leiten?
Du kannst doch uns alle führen.
Auch in die Enge. Und ins Weite.

Und Du bist groß.
Du lachst über die, die sich selbst für weise halten.
Du hast gesagt, Du wirst “mit den Mächtigen einst reden in Deinem Zorn, mit Deinem Grimm wirst Du sie erschrecken”.

Wir warten darauf, Gott.
Bitte sprich mit Trump – durch Träume, durch Menschen, durch Gewalten.

Bewahre alle, die sich jetzt fürchten.
Und inspiriere alle, die jetzt mit ihm arbeiten müssen.
Wir preisen Dich, Allmächtiger!

Amen.

In Eisenach gibt es den Storchenturm, ein ehemaliger Turm der Stadtmauer, der früher auch als Kerker genutzt wurde. Einer, der dort gefangen war, ist Fritz Erbe gewesen, ein sogenannter „Täufer“. Später ist er im Verließ auf der Wartburg jämmerlich verschmachtet. Sein Verbrechen? – Er hatte den „falschen Glauben“, so meinten seine Zeitgenossen.

 

Darum möcht‘ ich Dich bitten, Gott,
für Toleranz und gegen tödliche Engstirnigkeit.

Schenk mir ein weites Herz, Gott, und Langmut,
dass ich‘s ertrage und aushalte,
wenn einer anders denkt als ich,
wenn eine anders glaubt.

Lass mich hinhören und, wenn was gefährlich ist,
lass es mich ansprechen – ohne Hass.

Du hast uns alle verschieden gemacht, jede und jeden.
Hast uns reich beschenkt mit Gaben, Gedanken, Ideen.
Auch unsern Glauben lässt Du wachsen in uns.

Also hilf mir doch, dass ich nicht Angst hab‘ vor dem anderen,
auch wenn es nicht immer leicht ist einander auszuhalten.

Vielleicht entdeck‘ ich etwas im Gegenüber,
das mein Denken und Glauben reicher werden lässt und auf neue Wege bringt.

Dafür will ich Dich loben, dass Deine Welt bunt ist und so vielfältig
– und Deine Menschen auch.

Amen.

Epiphanias ist für mich sowas wie
ein kleiner feiner Nachschlag zu Weihnachten, 

der in den Januar reinfunkelt und – glitzert, wie ein Stern,
der nach Orient duftet und nach Weihrauch.

Dass Epiphanias nicht nur ein Termin im Kirchenjahr ist,
sondern etwas mit uns macht,
dafür möchte ich beten:

Du großer Gott, kleines Kind,
König der Könige,
Licht vom Licht!

Sternsinger-Kinder vor dem Rathaus,
der Segen an unserer Haustür,
der Herrnhuter Stern noch im Fenster.

Sind das Grüße von dir? Leitsterne auf dem Weg?  
Dann strahl doch hinein in graue Januartage,
in graue Gedanken,
in die alte Leier von DA-KANN-MAN-NICHTS-machen.  

Beschenke uns mit dem Gold, mehr zu glauben,
als wir sehen können.
Umgib uns mit dem Duft der Hoffnung wie mit Weihrauch.
Heile uns mit deiner Myrrhe guter Worte, Tag für Tag.

Du großer Gott, kleines Kind,
König der Könige,
Licht vom Licht!

Amen.

Schon wieder ein Jahr rum. Um die Jahreswende habe ich einen Brauch. Ich blättere meinen Kalender durch und halte fest, was für mich wichtig war. Das schreibe ich in mein Jahresbuch. Jedes Jahr sind das zwei oder drei volle Seiten. Manches war schön, manches war schwer. Alles, was gewesen ist und was kommen wird möchte ich ins Gebet vor Gott bringen.

 

Ewiger Gott, wir schauen zurück.
Wir haben geliebt.
Wir haben gelebt.
Wir haben gehadert.
Wir haben uns verschenkt.
Wir sind gesegnet worden.

Wir schauen zurück.
Sortieren aus und behalten das Gute.
Prüfen das Leben, die Liebe, uns selbst.

Und nehmen uns mit ins neue Jahr.
Und dich auch, Herr, unser Gott.
Dich packen wir auch fest an der Hand.
Und lassen uns führen.
Sei bei uns.
Mit Deiner Liebe.
Deiner Lebensfülle.
Deinem prüfenden Blick.
Einem Blick voller Zutrauen.
Mit Deinem Segen.

Segne uns, Herr.
Amen.

Christfest! Weihnachten!
In einem Kind kommst Du zur Welt.

Was für ein wunderbares Fest der Familie!
– Oh, danke Gott!

Und die, die in diesen Festtagen ihr Alleinsein besonders deutlich spüren …?
Sieh ihren Kummer und tröste!
Schick Deine Engel,
dass sie sie besuchen oder einladen,
anrufen vielleicht oder schreiben.
Komm Du auch bei ihnen zur Welt!

Amen.

Gott, Du tust Wunder!
Das zarte Licht einer Kerze findet den Weg von Bethlehem
bis zu uns in unsere Region hier in Mitteldeutschland.
Es widersteht den scharfen Fahrtwinden,
überwindet Grenzen und erweicht Vorschriften und Gesetze.

Segne Du die jungen Pfadfinder.
Mit viel Geschick und starker Hoffnung tragen sie das Licht in die ganze Welt.
Sie geben es von Hand zu Hand.

Gott, Du tust Wunder! Höre nicht auf damit.

Stärke die Sehnsucht nach Frieden,
in Bethlehem und Haifa, in Gaza und Stedroth.
Lass Afrika und Europa zueinander finden.
Öffne Wege nach Asien.

Und lass das Licht von Bethlehem auch bei uns scheinen,
in unseren Häuser,
auf unserem Küchentisch,
in unseren Kirchen.

Amen.

anlässlich der Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948

Jeder Mensch,
aus dem Lehm Deines Willens geformt
und mit Deinem Atem beseelt,
ist Dein Kind, Gott!

Jeder Mensch,
ins Leben gestellt und mit Freiheit bekleidet,
soll nur Dich lieben und seinen Nächsten wie sich selbst –
so hast Du es gewollt, Gott!

Jeder Mensch,
mit Würde erfüllt, weil Du ihm Würde verleihst,
ist einer wie die andere:
nicht größer oder kleiner,
nicht wichtiger oder geringer!

Jeder Mensch,
weil er nach Deinem Bilde erschaffen ist,
soll alles haben dürfen, was Deiner Schöpfung entspringt:
Wasser und Brot,
Wein und Tanz,
Bildung und Arbeit,
Muße und Glück.

Öffne die Herzen und den Verstand all derer,
die Verantwortung tragen und entscheiden können,
damit alle Menschen in Würde leben
und am Ende lebenssatt sterben können.

Amen.

Gott, Freund des Lebens,

wenn ein Kind stirbt,
wenn ein Kind es gar nicht ins Leben schafft,
das tut furchtbar weh.

Wenn die Hebammen, die Ärzte nichts mehr tun können,
wenn die Eltern und Geschwister zusehen müssen, wie das junge Leben verglüht,
das ist schrecklich.

Wohin mit dem Schmerz, wenn nicht zu Dir?!

Wir sagen dir das, auch stellvertretend für die,
die nicht mehr beten können, stumm vor Schmerz.
Nimm die toten Kinder in Deinen Schoß.
Nimm die verwaisten Eltern und Geschwister in Deine Arme.

Wir brauchen Deine Nähe,
im Tod wie im Leben.

Amen.

Gott, immer und ewig und überall
Deine Liebe.   

Ganz am Anfang
im Mutterleib schon und im ersten Schrei.
Und auch noch am Ende,
oder da, wo wir meinen, es wäre das Ende.

Deine Liebe
bei den Kranken,
und allen, die sich um sie sorgen.

Bei den Sterbenden,
und allen, die bei ihnen wachen.

Und auch bei denen, die einsam sind
im Leben und im Sterben.

Deine Liebe
bei jedem Abschied
und in unserer Trauer.

Bei unseren Toten
und in der Hoffnung auf unglaublich Neues,
auf Leben vielleicht oder auf Himmel.

Immer und ewig und überall:
Deine Liebe.

Amen.

Manchmal ist der Himmel grau, Gott.
Der äußere und der in uns.
Wenn in unserer Seele die Wolken tief hängen,
sei Du uns nahe.

Heute bitten wir besonders für alle,
die an einer Depression leiden.
Schenke ihnen verständnisvolle Menschen an ihrer Seite.
Und professionelle Hilfe.

Du bist der Heiland – der Heil-bringende.
Ja, großer Gott, heile sie.
Und segne alle Angehörigen – Du siehst, was Sie zu tragen haben.
Und stärke alle, die helfen können.

Danke, dass Du wundersame Wege kennst!

Amen.

anlässlich der Ökumenische Friedensdekade vom 10.-20.11.2024

Guter Gott,

es ist so wichtig, dass Menschen verschiedener Glaubensrichtungen
miteinander nach Wegen des Friedens fragen,
dass sie miteinander diskutieren, singen und beten.
So können wir voneinander und miteinander lernen.

Wie oft geraten Menschen aus Glaubensgründen in unerbittlichen Streit.
Doch Du, Gott, bist ein Gott des Friedens.
Hilf uns zu friedvollen Menschen zu werden.

Segne diese Friedensdekade
und die Menschen, die sich dort begegnen.

Amen.

anlässlich von 35 Jahre Mauerfall am 9.11.2024

Da leuchtet sie, die Kerze.
So ein kleines behütetes Licht.
So still und zart – und voller Strahlkraft.

Herr, wir denken in diesen Tagen an eine andere Kerze.
An die im Fenster einer Familie im Herbst 89.
An die im Altarraum einer der vielen hundert rappelvollen Stadt- und Dorfkirchen.
Und wir denken an die Kerze in der Hand einer jungen Mutter,
die mit ihrer Tochter inmitten eines Stroms von Demonstranten läuft.
Und an die vielen Kerzen,
vor Wind mit der freien Hand geschützt.
Wie sie mit ihrer Strahlkraft durch die Straßen getragen wurden.
– Mit Angst und Mut.
Mit dem Wunsch nach Freiheit.
Wenn ich daran denke, habe ich 35 Jahre später noch Gänsehaut.

Herr, ich denke an die Kraft des Gebetes und der Kerzen,
dass es möglich war, Mauern niederzureißen.
Bei uns, hier in Deutschland, war es möglich.

Danke, Herr, Befreiergott.
Sei in unserer Welt auch weiterhin die Kraft,
die Mauern sprengt und Zukunft eröffnet.

Amen.

So viel bekommen wir zu hören den ganzen Tag – jeden Tag.
So viel arbeitet in unserem Kopf, liegt uns auf der Seele, im Herzen.
So viel muss endlich mal gesagt werden.

Schenk mir die richtigen Worte, Gott,
den richtigen Ton!
Und öffne uns die Ohren.
Weite uns Herz und Verstand, dass wir aufmerksam hinhören
– auch auf das, was wir am liebsten nicht hören möchten.
Damit Menschen sich gehört und wahrgenommen wissen.

Und schenk uns Zeiten der Stille,
dass wir zur Besinnung kommen und uns sammeln in Dir.

Amen.

Lieber Vater im Himmel,

Sonntag für Sonntag feiern Lektorinnen und Prädikanten in Gemeinden Gottesdienst.
Sie nehmen ihre Mappe mit den sorgfältigen Vorbereitungen und stellen sich in der Kirchen nach vorn.
Alle gucken, aber sie stehen fest und stellen sich in Deinen Dienst.

Danke, Herr, für diese besonderen Menschen!
Sie sind ein Schatz unserer Landeskirche.
Lass sie spüren, dass Du sie beauftragst
und dass Du sie durch den Gottesdienst trägst.
Lass sie die Anerkennung der Gemeinden vor Ort erfahren.

Und rufe, Herr, immer wieder neu Menschen in die Ausbildung und den Dienst.
Dir zu Ehre und uns zur Stärkung.

Amen.

Wir feiern Kirchweih und danken Dir, Gott,
dass unsere Mütter und Väter im Glauben diesen Ort geschaffen haben!
Hier hört jeder durch Zeit und Raum Dein Wort, Gott:
„Ich sehe Dich! Schön, dass Du da bist!“

Ja, hier bin ich, Gott.
Lass mich Deine Gegenwart spüren.
Deine gütigen Augen lass auf mir ruhen und über mich wachen.
Vergib, wo ich falsch gehandelt habe oder untätig geblieben bin.
Nimm mir die Last, die auf meinen Schultern drückt.
Schenke mir ein getrostes Herz.

So will ich beten mit allen,
die heute und morgen in Dein Haus einkehren.
Und will beten für alle Menschen,
die Deine Gegenwart brauchen!

Amen.

Heute gehen unsere Gedanken zu den Kommunitäten
und geistlichen Gemeinschaften
– auf dem Petersberg, in Volkenroda, in Siloah und anderswo.

Gemeinsam leben im Gebet, bei Tisch, in Arbeit und Stille
– was für ein Segen geht davon aus!
Hab Dank dafür, Gott.

Andere können da zu Gast sein,
zur Quelle finden,
gestärkt weitergehen.
Wie gut das tut, Gott. Danke dafür!

Für die Kommunitäten, die älter werden, ist es nicht leicht,
die nötigen Veränderungen zu gestalten.
Dein Geist möge alles Nachdenken und alle Gespräche dazu leiten.

Amen.

anlässlich des Internationalen Tags der Gewaltlosigkeit am 2.10.

Mächtig bist Du,
voller Liebe und Warmherzigkeit,
Du Hoffnungsschimmer.

Komm zu allen, die Angst haben
vor Schlägen oder bösen Worten.

Schütze die junge Mutter im Frauenhaus,
den dunkelhäutigen Jungen auf dem Schulhof,
und Marie vor ihrem Onkel.  

Komm zu allen, die sich fürchten
vor Bomben und Streu-Munition,
vor Folter und Gefängnis.

Stoß die Tyrannen vom Thron,
schicke Friedensboten in alle Welt,
mach harte Herzen weich.

Niedergeschlagene richte auf
und traurige Gesichter mach wieder fröhlich
mit einem Mund voller Lachen,
Du Hoffnungsschimmer.

Amen. 

Du hast im Gefängnis gesessen, Jesus,
und wir haben Dich nicht besucht.
Sagst Du.
Uff. Ja.

Da sind viele,
die heftig leiden,
die abgeschnitten sind.

Heute verbinden wir uns mit ihnen.
Mit Gefangenen in der Jugendstrafanstalt Arnstadt.
In den Justizvollzugsanstalten Burg Madel,
Suhl-Goldlauter, Halle, in Hohenleuben und Tonna.
In der Jugendanstalt Raßnitz.
In den Justizvollzugsanstalten Torgau, Untermaßfeld und Volkstedt.

Danke, dass von uns Seelsorgerinnen und Seelsorger dort vor Ort sind.
Segne sie. Und behüte sie.
Gib ihnen die richtigen Worte und gute Gesten,
dass sie leiten können in Deine Freiheit.

Amen.