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Sonntagsgrüße aus dem Kirchenkreis
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Evangelischer Kirchenkreis Egeln

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suptur@kk-egeln.de

Gebetskalender

Mein Gott, es ist wunderbar, wir dürfen Ostern feiern.
Du lässt aus Dunkel Licht werden.
Du lässt aus Tod das Leben neu entstehen.
Du lässt aus Trauer Freude erwachen.

Es muss nichts bleiben, wie es ist.
Dinge können sich ändern:
in uns, in unserem Leben.
Und bei den Menschen um uns herum.

Darum bitten wir Dich in dieser Osterwoche.
Hilf uns aufzuwachen und aufzustehen.
Lass uns Deine österliche Kraft spüren.

Nichts muss bleiben, wie es ist.
Wir können uns ändern.

Amen.

Hosianna will ich rufen.
Hosianna Dir, unser Gott.
Anbeten will ich Dich,
mit allen, die auch zu Dir gehören.
Willkommen, Herr, in unserer Welt,
in meinem Leben.
Willkommen, mitten unter uns.
Zieh ein, Jesus, in mein Herz.
Zieh ein, in unsere Städte.
Zieh ein in unser Land.

Bleibe bei uns.
Wenn mein Gesicht strahlt vor Freude.
Wenn ich verschlossen bin vor Hass.
Wenn ich verkümmert bin vor Sorge.
Dann setz Du Dich mit uns an den Tisch.
Segne das Brot,
teile den Wein.
Sprich Deinen Frieden.
Hosianna will ich rufen.
Hosianna Dir, unser Gott.

Willkommen, Herr,
in unserer Welt,
in unserer Mitte.

Amen.

Gott,
hast Du Glück unterschiedlich ausgegossen über Mitteldeutschland?
Die Menschen in Sachsen-Anhalt scheinen glücklicher als die in Thüringen,
aber nicht so fröhlich, wie die in Brandenburg.
Findest Du das nicht ein bisschen ungerecht?

Du gibst keine Glücksgarantien.
Aber Du zeigst, dass nichts so bleiben muss, wie es ist.

Kann ich „meines Glückes Schmidt“ sein?
Manche sagen über Dich:
„Gott nah zu sein ist mein Glück."

Danke, Herr, für die Momente des Glücks in der vergangenen Woche!
Danke, dass Du uns bewahrst und behütest!
Danke für Deine Nähe – jeden Tag!

Amen.

Danke Gott,
für den Märzenbecherteppich, den Du im Wald ausrollst,
für die Krokuskleckse in der Wiese,
für den bewundernswerten Morgengesang der Amsel.

Danke Gott,
dass Du uns Hoffnung aufgehen lässt,
wärmend wie Frühlingssonne nach frostkalter Nacht.
Tau uns auf.
Hilf uns zum Wachsen.
Bring uns zum Blühen.
– Dir zur Ehre und den Menschen zur Freude.

Amen.

Anlässlich des Landesjugendkonvents, der am 8.-10. März in Halle tagt

Gott, wir danken Dir für unsere evangelische Jugend und beten für sie:

denn wir brauchen ihre Fragen –
so neugierig und ohne Vorbehalt!

Wir brauchen ihren Glauben –
so unverbraucht und voller Sehnsucht!

Wir brauchen ihre Kritik –
so ehrlich und widerständig! 

Wir brauchen ihre Ideen –
so neu und zukunftsoffen!

Und wir bitten Dich, Gott,
dass Du den jungen Menschen in dieser diffusen Zeit Hoffnung schenkst!

Gott, segne sie!
Leite ihre Gedanken
und stärke ihren Glauben!

Amen.

Anlässlich des Weltgebetstags am 1.3.

Weltgebetstag.
Wir verbinden uns mit Menschen rund um den Globus.
So viele Stimmen, so viele Herzen, so verschiedene Menschen sind verbunden, wenn wir zu Dir beten, Gott,  – das tut gut.

Hab Dank für das große Engagement in der Vorbereitung des Weltgebetstages:
beim Beten und Backen,
beim Singen und Kochen,
beim Einladen und Schmücken.

Besonders bitten wir Dich für die Christinnen in Palästina.
Sie haben ihre Sehnsucht nach Frieden und Freiheit in die Gebete geschrieben.
Du hörst sie.
Du hörst uns.

Amen.

Jesus, Du verbindest Dich mit den Ärmsten,
mit denen, die nicht im Rampenlicht stehen,
die gerne übersehen werden.
Denen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Da können wir Dich finden, sagst Du.
Also eher nicht in den Kirchen,
sondern in den Übergangsheimen,
im Nachmittagshort,
bei den Schwerstmehrfachbehinderten.
Du bist solidarisch.

Danke für alle, die dort helfen!
Danke für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie Mitteldeutschland!
In den Sozialstationen, der Schuldnerberatung und bei Suchtkranken; in allen 1900 Einrichtungen.
Und von Herzen danke für alle,
die von ihnen gepflegt und gefördert werden,
alle Kinder, alle Jugendlichen, alle Großen und die Alten.

Da finden wir Dich also, richtig?
Du bist so wundersam, Gott.
Alle Ehre Dir.

Amen.

Gott, danke!
Danke für die Liebe und für das Glück!

Hilf uns, das Hohe Lied der Liebe zu singen,
damit wir mehr tanzen als hasten
und mehr singen für unsere Kinder.

Bring Ruhe in den Streit,
helle Töne ins Rauschen der Beliebigkeit,
Harmonien in die Missklänge von Missgunst.

Bring Farbe in das Grau abgestumpfter Paare,
klares Licht für alle, die vor Liebe blind sind,
hoffnungsvolles Grün für den Nachbarn, der nicht mehr an die Liebe glaubt.

Schütze die Liebenden.
Schütze die Zärtlichkeit.
Schütze die Liebe, wo sie bedroht und mit Füßen getreten wird.

Hilf uns, das Hohe Lied der Liebe zu singen.

Amen.

Gott,
es ist so furchtbar, dass Kinder unheilbar erkranken,
es ist so unerträglich schmerzhaft, wenn sie sterben.

Sei Du bei diesen Kindern und ihren Familien.
Lass sie Deine Nähe spüren.
Begleite sie daheim, im Krankenhaus oder im Kinderhospiz.
Helfende nehmen ihnen die Schmerzen und bereiten ihnen eine gut behütete Zeit.
Segne Du die Kinder in den Hospizen und ihre Familien.
Eltern können dort auftanken, wenn sie ihre Kinder begleiten. Sie brauchen Kraft und Trost.
Segne alle, die dort ihren Dienst tun.

Amen.

Gerechter Gott.
Manchmal nennst du Dich so.
Heute haben wir dazu eine Frage an Dich, Gott,
denn uns treibt um, was das bedeutet: gerecht sein.
Wir haben da Bilder im Kopf und oft auch sehr klare Stempel.

Von Lohntabellen hier in Deutschland.
Männer und Frauen,
Alte und neue Bundesländer.
Stempel: Ungerecht.

Wir sehen den Preis für ein T-Shirt,
hergestellt in Bangladesch.
Stempel: Extrem ungerecht.

Wo setzt Du den anderen Stempel drauf?
Den Stempel: gerecht?
Hast du die Lösung?
Bitte, Herr, zeig sie uns.
Wir leiden unter dieser Ungerechtigkeit,
und unter noch so manch anderer,
und wir sehen keinen Ausweg.

Du bist gerecht, Gott.
Bitte nimm uns mit hinein, in dieses Wort:
in Deine Gerechtigkeit.

Amen.

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27.1.

Stolpersteine in Fußwegen, Lichter, Menschenketten
erinnern uns an die, die fortgeschleppt wurden, zum Schweigen gebracht;
ausgelöscht, gemordet – von Deutschen!

Sie fehlen in unseren Städten und Dörfern:
Ihre Melodien kennen wir nicht.
Ihre Worte klingen nicht.
Ihre Rezepte können wir nicht schmecken.
Ihre Gedankenwelten sind verloren.

Höre unsere Klage, Gott,
und hilf, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden
und aufmerksam bleiben,
Hände reichen, Brücken bauen, schützen!

Amen.

Herr, unser Gott,
diese Kerze brennt heute
für die vielen Menschen auf der Welt,
die auf der Flucht sind.
Über hundert Millionen, Herr,
was für eine unvorstellbare große Zahl.
Völlig unbegreiflich.
Du kennst jeden mit seinem Namen.

Lege Deine schützende Hand
auf die Mutter, die ihr Kind in einem Auffanglager zur Welt bringt.
Auf den allzu jungen Mann,
der losgeschickt wird als Hoffnung für eine ganze große Familie.
Auf die Frau, die studieren möchte,
und deswegen losläuft.
Lege Deine schützende Hand,
auf jeden Einzelnen,
auf all ihre Sehnsüchte und Wut,
auf ihre Trauer und Ohnmacht.
Danke, dass Du da bist.

Und nun: Es muss etwas passieren, Gott.
In unserer Gesellschaft und zuerst in unseren Herzen.
Pack es mit uns an,
und rüttel die auf, die die Macht haben,
diesem Elend ein Ende zu bereiten.

Amen.

Gib uns offene Augen, Gott,
  dass wir Euch sehen,
  die Ihr auf der Straße lebt.  

Gib uns ein weiches Herz, Gott,
  dass wir mit Euch fühlen, 
  die Ihr unter der Brücke schlaft.

Gib uns eine offene Hand, Gott,
  dass wir gerne schenken,
  wenn wir Euch treffen auf dem Bahnhofsplatz. 

Gib uns einen empörten Verstand, Gott,
  wenn wir Euer Leid sehen
  in den geheizten Foyers der Banken zur Nacht. 

Gib uns einen starken Traum, Gott,
  von einer gerechteren Welt,
  der uns unruhig sein lässt,
  so lange Menschen ohne Obdach sind.

Amen. 

Ein Jahr liegt vor uns.
Zeit aus Deiner Ewigkeit, Gott.
Jeder Morgen ein Anfang, der uns erinnert an den Anfang von allem, den Ursprung in Dir.
Du hast versprochen, die Welt zu erhalten. Wir nehmen Dich beim Wort, Gott.

Nun liegt das Jahr noch vor uns. Was es bringen wird – wer weiß?!
Du weißt es Gott.

Was uns Sorgen macht, legen wir Dir ans Herz:
dass das Klima endgültig kippt,
und die Kriege, die nicht enden,
und der Zusammenhalt in unserem Land.

Hast Du noch Hoffnung für uns, für diese Welt, Gott? – Dann gib sie uns.
Einen Funken Hoffnung für jeden Tag.

Amen.