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Sonntagsgrüße aus dem Kirchenkreis
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Evangelischer Kirchenkreis Egeln

Stadtkirchhof 2, 39435 Egeln

Fon 039268 98823
suptur@kk-egeln.de

Gebetskalender

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27.1.

Stolpersteine in Fußwegen, Lichter, Menschenketten
erinnern uns an die, die fortgeschleppt wurden, zum Schweigen gebracht;
ausgelöscht, gemordet – von Deutschen!

Sie fehlen in unseren Städten und Dörfern:
Ihre Melodien kennen wir nicht.
Ihre Worte klingen nicht.
Ihre Rezepte können wir nicht schmecken.
Ihre Gedankenwelten sind verloren.

Höre unsere Klage, Gott,
und hilf, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden
und aufmerksam bleiben,
Hände reichen, Brücken bauen, schützen!

Amen.

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Herr, unser Gott,
diese Kerze brennt heute
für die vielen Menschen auf der Welt,
die auf der Flucht sind.
Über hundert Millionen, Herr,
was für eine unvorstellbare große Zahl.
Völlig unbegreiflich.
Du kennst jeden mit seinem Namen.

Lege Deine schützende Hand
auf die Mutter, die ihr Kind in einem Auffanglager zur Welt bringt.
Auf den allzu jungen Mann,
der losgeschickt wird als Hoffnung für eine ganze große Familie.
Auf die Frau, die studieren möchte,
und deswegen losläuft.
Lege Deine schützende Hand,
auf jeden Einzelnen,
auf all ihre Sehnsüchte und Wut,
auf ihre Trauer und Ohnmacht.
Danke, dass Du da bist.

Und nun: Es muss etwas passieren, Gott.
In unserer Gesellschaft und zuerst in unseren Herzen.
Pack es mit uns an,
und rüttel die auf, die die Macht haben,
diesem Elend ein Ende zu bereiten.

Amen.

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Gib uns offene Augen, Gott,
  dass wir Euch sehen,
  die Ihr auf der Straße lebt.  

Gib uns ein weiches Herz, Gott,
  dass wir mit Euch fühlen, 
  die Ihr unter der Brücke schlaft.

Gib uns eine offene Hand, Gott,
  dass wir gerne schenken,
  wenn wir Euch treffen auf dem Bahnhofsplatz. 

Gib uns einen empörten Verstand, Gott,
  wenn wir Euer Leid sehen
  in den geheizten Foyers der Banken zur Nacht. 

Gib uns einen starken Traum, Gott,
  von einer gerechteren Welt,
  der uns unruhig sein lässt,
  so lange Menschen ohne Obdach sind.

Amen. 

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Ein Jahr liegt vor uns.
Zeit aus Deiner Ewigkeit, Gott.
Jeder Morgen ein Anfang, der uns erinnert an den Anfang von allem, den Ursprung in Dir.
Du hast versprochen, die Welt zu erhalten. Wir nehmen Dich beim Wort, Gott.

Nun liegt das Jahr noch vor uns. Was es bringen wird – wer weiß?!
Du weißt es Gott.

Was uns Sorgen macht, legen wir Dir ans Herz:
dass das Klima endgültig kippt,
und die Kriege, die nicht enden,
und der Zusammenhalt in unserem Land.

Hast Du noch Hoffnung für uns, für diese Welt, Gott? – Dann gib sie uns.
Einen Funken Hoffnung für jeden Tag.

Amen.

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