Auf die Plätze, fertig, Rucksack auf und hinein ins Bergabenteuer!
Wohin? Auf den E5. Bitte was? Einmal über die Alpen! Dieser Herausforderung stellten sich elf ganz unterschiedlicheMenschen aus dem Kirchenkreis Egeln im Projekt „Kompetenz Bergwandern“.
Am 14. August machte sich die Gruppe aus verschiedenen Orten des Kirchenkreises auf den Weg nach Oberstdorf. Bereits am nächsten Tag begann das Abenteuer mit den ersten Höhenmetern. Dank der guten Vorbereitung durch unsere Bergführerin Gitta wurde auch der erste steile Anstieg durch den Wald und später in der Sonne erfolgreich gemeistert. Schnell zeigte sich: Wandern will gelernt sein.
Schon auf der ersten Etappe erfuhren wir, wie wichtig die richtige Technik ist, um die insgesamt 68 Kilometer bis zum Ziel in Meran zu bewältigen. Entlang der Strecke waren fünf Hüttenübernachtungen geplant. Die erste Nacht verbrachten wir auf 1.846 Metern in der Kemptner Hütte. Es folgten das Kaiserjochhaus (2.310 m), die Larcher Alm (1.814 m), die Braunschweiger Hütte (2.759 m) und als absolutes Höhenhighlight die Similaunhütte auf 3.019 Metern. Zur Belohnung wartete vor der Hütte ein Steinbock.
Inmitten all der Erlebnisse dieser Tage entstanden immer wieder kleine, kostbare Momente der Stille. Eine kurze Pause am Wegesrand, die letzten Minuten vor dem Einschlafen – Augenblicke, in denen wir zur Ruhe kamen und uns für kleine Andachten öffneten. Manchmal saßen wir eng beisammen in einer warmen, geschützten Hütte, manchmal standen wir auf einem Berg, umgeben von Weite, Wind und einem Himmel, der größer schien als sonst. Dort sprachen Tobias, Yvonne und Gudrun über Zeit, Mut und über das, was uns im Innersten bewegt. Ihre Worte berührten, gaben Halt und ließen neue Gedanken aufleuchten – getragen von den schönsten Kulissen dieser besonderen Tage.
Und dann lag das Ziel schließlich vor uns: Meran.
Die Gruppe kann mit Stolz sagen, dass das Projekt „Kompetenz Bergwandern“ erfolgreich abgeschlossen wurde. Zwischen Sonne und Regen, Anstrengung und Glücksmomenten entstand eine starke Gemeinschaft. Jeder sammelte auf seine Weise wertvolle Erfahrungen. Man unterstützte sich gegenseitig mit hilfreichen Hinweisen, aufmunternden Worten und dem Rückhalt der Gruppe. Und wenn der Rucksack einmal zu schwer wurde, wurde die Last ganz selbstverständlich miteinander geteilt.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Projekt ermöglicht und begleitet haben: Yvonne Hannen, Tobias Müller, Gudrun Porzelle und Jörn Bischoff.