03.01.2026
Ausstellung auf Reisen: Das Sketchbook Kunstprojekt "Justice.Peace.Imagination"
Justice.Peace.Imagination ist ein Sketchbook-Kunstprojekt, dazu ermutigt, die eigene Vorstellungskraft als wichtige Ressource zur Mitgestaltung unserer Welt wiederzuentdecken.
- Wo begegnen dir Gerechtigkeit und Frieden in deiner Lebenswelt? Und wo fehlen sie?
- Und wie sieht sie aus: Unsere Welt, wenn sie gerecht und in Frieden ist?
Diese beiden Fragen haben wir 2025 hunderten Menschen aus über 10 Ländern gestellt, die sich durch ihre Kunst ausdrücken. Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren Stimmen unbedingt gehört werden sollten. Sie haben ein leeres Sketchbook erhalten und es nach Monaten intensiver künstlerischer Auseinandersetzung als gefülltes Kunstwerk zu uns zurück geschickt.
Entstanden ist daraus eine einzigartige Bibliothek - vielseitig, tiefgreifend, sehr persönlich, zum Anfassen.
Die Sketchbooks gehen von März - November 2026 auf Reise durch Ost- und Mitteldeutschland und können besucht werden. Sie beginnen vor Ort, ihre Geschichten zu erzählen and eröffnen dadurch Dimensionen von Frieden und Gerechtigkeit, die so noch nicht gezeigt wurden. Das, was wir heute Utopie nennen, wird vorstellbar und verbindet sich mit echten Erfahrungen.
Lade uns dazu ein, dass wir deinen Ort, deine Gemeinde, deine Schule, deine Community,... 2026 mit der Ausstellung besuchen und "Justice.Peace.Imagination" zum echten Thema werden kann. Begleitet wird die Ausstellung von Angeboten, die Gerechtigkeit, Frieden und die Kraft unserer Imagination greifbar & lebendig machen - immer mit den Schwerpunkten, die für euch vor Ort wirklich relevant sind!
Wer kann die Ausstellung einladen?
Dort, wo du dir Justice.Peace.Imagination vorstellen kannst und wo ihr als Gruppe/Gemeinschaft/Leitungsteam/Initiative die Themen "Gerechtigkeit, Frieden & Vorstellungskraft" gerne ins Gespräch bringen wollt, sind wir dabei! Wir (be)suchen Orte in Mittel- & Ostdeutschland, die ihre Türen für eine besondere und persönliche Auseinandersetzung mit Frieden und Gerechtigkeit öffnen. Orte und Menschen, die offen sind für den kunstbezogenen Zugang zu den Themen oder sowas auch einfach mal ausprobieren möchten. Das können Kirchengemeinden sein und auch andere Friedensorte, Kunstateliers und Bibliotheken, Migrant:innenorganisationen und Schulen, Nachhaltigkeitsinitiativen und Pop-Up-Cafés. Und vieles Weitere ist denkbar! Toll finden wir es, wenn sich mehrere Gruppen & Initiativen zusammenschließen und die Ausstellung zum Anlass für eine Kooperation nutzen. So wird Verbindung vor Ort möglich. Die gesellschaftlich so wichtigen Themen finden eine breite Zielgruppe und viele Menschen aus unterschiedlichen Bubbles finden sich in den vielen Lebenswelten der Sketchbooks wieder. Justice.Peace.Imagination kann also gut ein Anlass für eine Kooperation sein, die ihr schon lange bei euch vor Ort ausprobieren wolltet!!
Wir werden vor allem im Gebiet der Ev. Landeskirchen von Sachsen & Mitteldeutschland unterwegs sein. Für weitere Ideen sprecht uns einfach an.
Wie läuft die Ausstellung dann genau ab?
Die Idee ist: Die Ausstellung kommt eine Woche lang zu euch. Dadurch habt ihr die Möglichkeit, eine "Themenwoche" ganz kompakt zu gestalten, eure Energie auf diese Woche zu bündeln und dafür einzuladen. Eine Woche kann auch mal 10 Tage lange sein oder auch mal nur 4, wenn das besser in eure Planung passt! Ihr öffnet die Ausstellung zu den Zeiten, die euch möglich sind. Natürlich ist es schön, wenn möglichst viele Menschen zu unterschiedlichen Zeiten die Gelegenheit haben, die Ausstellung zu besuchen. Sie eignet sich auch super für das Einladen von Gruppen, die sowieso in dem Zeitraum stattfinden. Ja, auch für Sitzungen und Tagungen! Und eben auch für Chöre, Gesprächskreise, Schulklassen, Kunstgruppen uvm, die Lust auf Inspiration haben, die sie so noch nicht gesehen haben!
Begleitend zu der Ausstellung ist es uns ein Anliegen, dass ihr vor Ort die Themen einbringen könnt, die euch wichtig sind! Wir ermutigen euch, selbst Angebote zu gestalten, die die Besuchenden anregen, sich mit Gerechtigkeit & Frieden und ihren inneren Bildern auseinander zu setzen. Gerne unterstützen wir euch auch dabei!
Zusätzlich gibt es auch das Angebot, dass wir mit Referent:innen zu euch kommen, um bestimmte Schwerpunkte zu setzen und Menschen miteinander ins Gespräch und/oder Kreativsein zu bringen.
Dabei entstehen z.B.
- Gespräche mit den Künstler:innen selbst, die über ihre Bilder sprechen und von ihrem künstlerischen Prozess erzählen
- (Halb-)Tages-Workshops mit Künstlerinnen & Kunsttherapeutinnen, die zum eigenen künstlerischen Prozess anleiten
- Gestaltete Gesprächsräume, in denen der Einblick in andere Perspektiven ausprobiert werden kann
- Schwerpunktprojekte, die tiefer in einzelne Aspekte von Gerechtigkeit und Frieden hinein leuchten
- Ideenräume für die Ganzheitlichkeit der Themen
- "Was wäre wenn"-Werkstätten, in denen die eigene und gemeinsame Vorstellungskraft als Gestaltungskraft ausprobiert werden kann
- Familienangebote, in denen entdeckt wird, wie generationenübergreifend Frieden und Gerechtigkeit gestaltet werden
Was genau vor Ort bei euch passt, sprechen wir gerne ganz individuell ab!
Was braucht es von unserer Seite und welche Kosten entstehen?
Raum
Zu allererst braucht das Sketchbook-Regal einen Raum, in dem die Ausstellung stattfinden kann. Der Raum muss für alle Menschen zugänglich sein, die sich die Ausstellung anschauen möchten. Im Optimalfall ist er barrierefrei zugänglich und Toiletten stehen den Besuchenden zur Verfügung. Nachts und wenn keiner die Ausstellung betreut, muss der Raum abgeschlossen sein.
Die Ausstellung darf (bei gutem Wetter) auch nach draußen! Sie darf also in ein Gemeindefest eingebettet sein, auch einfach am Nachmittag auf dem Marktplatz zugänglich sein (immer unter der Voraussetzung, dass sie betreut ist, s.u.) oder in einem Park. Es ist schön, wenn es die Möglichkeit gibt, sich beim Anschauen der Sketchbooks auf eine Bank oder an einen Tisch zu setzen, um sich auf die Bilder einzulassen.
Betreuung der Ausstellung
Die Ausstellung darf nie ohne eine betreuende Person geöffnet werden! Sie muss immer unter Aufsicht sein. Einerseits hat das versicherungsrechtliche Gründe. Andererseits hat die Wertschätzung der Kunstwerke für uns höchste Bedeutung! Unzählbar viele Stunden sind in die Gestaltung der Hefte geflossen und manche von ihnen sind um den halben Globus gereist. Wir sind so dankbar für die künstlerischen Menschen, die zu dieser Ausstellung beitragen und wollen so achtsam wie möglich diese Kunstwerke wertschätzen. Dieses Vertrauen geben wir an euch als Ausstellende weiter!
Jede Person, die die Ausstellung vor Ort betreut, muss vorher an einer unserer Online-Schulungen (ca. 30-45 Minuten) teilgenommen haben, um zu wissen, worauf zu achten ist. An jedem Ausstellungsort sollten mind. 3 Personen geschult sein. Besser ist es natürlich, wenn noch mehr Menschen die Ausstellung betreuen können, sodass vor Ort eine größere Flexibilität entsteht. Jede und jeder ab 16 Jahren kann grundsätzlich die Ausstellung betreuen.
Transport
Die Sketchbooks & das Regal müssen von einem zum nächsten Ort transportiert werden. Optimal ist es, wenn eine Person vom "empfangenden Ort" sie beim "vorherigen Ort" abholen kann. Für den Transport entstehen außerdem Kosten für die Transportversicherung. Wir bitten die Ausstellungsorte, diese Kosten zu tragen, wenn es für sie möglich ist. Das ist allerdings keine Ausstellungsvoraussetzung! Wir möchten gerade auch kleine (Kunst-)Initiativen mit wenig Budget ermutigen, die Ausstellung zu sich einzuladen. Die entsprechenden Kosten & der Transport können dann vom Projekt übernommen werden.
Menschen
Ladet Menschen ein! Überlegt, für wen die Themen und die Kunst ansprechend, einladend, herausfordernd, ermutigend,... sein könnte und auch, mit wem ihr gerne darüber ins Gespräch kommen möchtet! Überlegt euch, welche Fragen für euch vor Ort (und die Menschen, mit denen ihr diesen Ort teilt) relevant sind und was euch umtreibt. Setzt die Themen, die für euch wichtig sind und bleibt dabei einladend und verbindend. Justice.Peace.Imagination eignet sich nicht für einen Schlagabtausch, nicht für Diskussionen, in denen eine Seite "gewinnen" will, nicht für das Ausschließen von Menschen oder Lebensweisen. Es eignet sich ganz hervorragend für Neugier auf andere Perspektiven, für echtes Suchen nach Frieden & Gerechtigkeit in unserer Welt, für Fragen (auch kontroverse!) und Zuhören. Und es verlangt die Offenheit, dass Unterschiede nebeneinander stehen dürfen - wie die Sketchbooks im Regal. Und vielleicht kommen sie ja sogar in Kontakt miteinander...
Alles klar! Wie kann es jetzt konkret werden? Was müssen wir tun, wenn wir die Ausstellung zu uns einladen möchten?
Wir freuen uns! Schreibt eine E-Mail an Miriam Kähne (miriam.kaehne@ekmd.de) mit eurem Wunschzeitraum (oder mehreren möglichen Zeiträumen) zwischen März bis November 2026. Toll ist es, wenn ihr schon eine Vorstellung davon habt, wo ihr die Ausstellung hinstellen möchtet. Vielleicht habt ihr auch schon Ideen für Themen, die ihr setzen möchtet, Zielgruppen, die ihr einladen wollt, Fragen, die noch offen sind? Schreibt uns einfach alles, was ihr schon wisst oder was ihr gerne durchführen würdet und mit wem wir dafür Kontakt aufnehmen sollen! Herzlich willkommen!